Weltfrauentag 2019: Warum noch so viel mehr passieren muss als nur der eine Tag im Kalender…

Weltfrauentag 2019: Ein Appell an die GesellschaftIn bezahlter Partnerschaft mit Innogy

Weltfrauentag 2019: 

Warum Feminismus neu verstanden und umgesetzt werden muss?
Weil es jeden von uns angeht! Frau und Mann.

Heute ist Weltfrauentag. Ein Tag für uns. Das weibliche Geschlecht. Dieser findet seit über 100 Jahren am 08.März statt und soll bzw. muss leider auch heute noch daran erinnern, dass wir nach wie vor einen Berg an Arbeit vor uns haben. Dass wir Frauen auch heute noch für unsere Rechte kämpfen müssen. Ins Leben gerufen hat ihn die deutsche Sozialistin Clara Zetkin. Sie schlug am 27. August 1910 in Kopenhagen (während der Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz) die Einführung eines internationalen Frauentages vor.

Ich habe unten gemeinsam mit innogy ein paar spannende Fragen zum Thema Frauenrechte und Gleichberechtigung notiert, zu denen ich euch meine persönliche Meinung skizziert habe. Noch viel mehr würde uns allerdings eure Sicht der Dinge zu dem ein oder anderen Gesichtspunkt interessieren. Lasst uns in den Austausch kommen. Ihr seid herzlich dazu eingeladen eure Meinung, Anregungen, Erfahrungen und Wünsche hier zu teilen. 

innogy ist ein deutsches Unternehmen, welches Männer und Frauen aus den unterschiedlichsten Kulturen, Generationen und Nationen beschäftigt. Vielfalt und Diversity werden im Unternehmen großgeschrieben und sind elementarer Bestandteil der Unternehmensstruktur. Menschliche Vielfalt ist essentiell, um verschiedenste Persönlichkeiten, Ansichten und Qualifikationen zusammenzubringen und so das Unternehmen zu stärken.

Anlässlich des Weltfrauentages hat innogy eine Kampagne ins Leben gerufen, in der es darum geht verschiedenste Meinungen, Erfahrungen, Geschichten und Wünsche rund um das Thema Gleichberechtigung und Frauenrechte zu hören. Hierfür wurden 10 Fragen erstellt, von denen ich mir meine persönlichen Top 5 (siehe unten) ausgesucht habe und zu welchen ich meine Geschichten und persönliche Meinung mit euch teile.

Der Ursprung des Weltfrauentages

Die Idee dazu stammte aus den USA. 1918 war es u.a das Wahlrecht, wofür Frauen kämpften. Im Jahr 1958 durften wir Frauen kein eigenes Bankkonto ohne die Zustimmung des Mannes eröffnen. Und bis 1977 (und das ist noch gar nicht so lange her) waren wir Frauen dazu verpflichtet, den Haushalt zu führen und durften nur arbeiten, wenn der Mann sein Ok gab.

Dass es auch heute noch, 100 Jahre nach dem ersten Weltfrauentag, große Missstände und globale Probleme bei der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau gibt, ist schlimm. Klar, seit 1910 hat sich einiges getan und die Rolle der Frau hat sich in der Gesellschaft positiv entwickelt und gewandelt. Allerdings sind wir auch 100 Jahre später immer noch nicht dort, wo wir eigentlich sein müssten.

“Diese sind keine Sonderrechte, sondern Menschenrechte.” – Clara Zetkin 

 

Einige Studienergebnisse zur fehlenden Gleichberechtigung von Frauen

  • Frauen verdienen im Schnitt 20 % weniger als Männer
  • Bis zu 30 % der Einkommensungleichheit ist auf Ungleichheit innerhalb des Haushalts zurückzuführen – ebenfalls auf Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern.
  • Die Erwerbsbeteiligung von Frauen beträgt 63 %, von Männern 94 %
  • Von Altersarmut sind hauptsächlich Frauen betroffen
  • 28,8 % des weltweiten Forschungspersonals besteht aus Frauen aus. Nur ungefähr eines von fünf Ländern hat diesbezüglich eine Gleichstellung zwischen beiden Geschlechtern erreicht

Heute, 2019, sind es andere Themen, die auf dem Tisch liegen. Denn obwohl wir seit über 25 Jahren ein Grundgesetz haben, indem verankert steht, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind, hapert es in der Realität an vielen Ecken und Enden. So findet man bspw. in vielen Führungspositionen und Vorständen nach wie vor überwiegend Männer. Wir Frauen verdienen im Schnitt rund 20% weniger als unsere männlichen Kollegen. Mit Zypern, Slowakei und Estland spielt Deutschland somit unter den vier europäischen Ländern mit, in denen Frauen am stärksten wirtschaftlich benachteiligt werden.

Feminismus braucht dringend ein neues Image 

Mit dieser stark auseinanderklaffenden Gehalts-Schere geht ebenfalls einher, dass das weibliche Geschlecht deutlich öfter von der Altersarmut betroffen ist. Und das obwohl Frauen in Europa höher qualifiziert sind als Männer (so hatten 2016 ganze 44 % der Frauen gegenüber 34 % der Männer im Alter von 30 bis 34 Jahren einen Hochschulabschluss).

Auch ein Problem? Der immer noch oft vorherrschende negative Beigeschmack, wenn Frauen für ihre Rechte kämpfen. Dabei bedeutet Feministin oder Feminist zu sein nicht, mit lauten Parolen und erhobenen Fäusten durch die Straßen zu laufen. Vielmehr bedeutet moderner Feminismus das wichtige Verständnis dafür, dass noch immer Missstände vorhanden sind und bestehende Rollenverteilungen dringend hinterfragt werden müssen. In dieser Verantwortung stehen allerdings nicht nur einzelne (Privat-)Personen, sondern vor allem auch die Politik, die Wirtschaft und Unternehmen.

 

Die Lösung heißt: Machen!

Eines der großen und langfristigen Ziele von innogy? Mehr Frauen in Führungspositionen. Hierfür wurden bereits konkrete Maßnahmen vom Vorstand beschlossen. So gibt es im Unternehmen eine Besetzungsquote die besagt, dass von den neu ausgeschriebenen zu besetzenden Stellen 40% mit Frauen besetzt werden. Zusätzlich gibt es besondere Entwicklungs- und Mentoringprogramme für weiblichen Nachwuchs- und Führungskräfte.

So gibt es die „Initiative Chefsache“. Dies ist ein Netzwerk bestehend aus Führungskräften (Männer und Frauen) aus dem Wirtschafts-, Sozialwirtschafts-, Wissenschafts-, öffentlichem Sektor sowie dem Medienbereich. Die Chancengleichheit von Frauen und Männer steht hier an oberster Stelle, hat Priorität des Netzwerks und soll durch die Entwicklung neuer Konzepte und Ansätze vorangetrieben werden. Und auch in „Ask the Women“ Workshops kommen bis zu 60 Frauen zusammen, um sich über berufliche Bedürfnisse und Rahmenbedingungen zu unterhalten, welche notwendig sind, um weibliche Karrieren weiter zu fördern.  

Meiner Meinung nach sind all dies wichtige und erstrebenswerte Maßnahmen, die so oder ähnlich Vorbild für alle Unternehmen in Deutschland sein sollte.

Mach die Meinung anderer nicht zu deiner eigenen Wahrheit!

Es ist auch die Aufgabe der Arbeitgeber und der Unternehmen, der “Big Player, etwas für die Frauenrechte zutun. Wie kann es sein, dass BWL Berufseinsteigerinnen bis zu 500€ weniger im Monat verdienen als ihre männlichen Kollegen – bei gleicher Qualifikation wohl bemerkt. Die Wahrscheinlichkeit, dass Frau dieses Ungleichgewicht in den kommenden Jahren ausgleicht? Gering.

Die Süddeutsche Zeitung zitierte folgenden Satz aus einer Studie von Hewlett Packard: Frauen bewerben sich erst auf eine höhere Position, wenn sie zu 100 % die Anforderungen erfüllen, Männern reichen 60.” Was glaubt ihr? Woran liegt das? Meiner Meinung nach ist das alles eine Art Teufelskreis. Es ist offensichtlich, dass uns Frauen in einigen Bereichen in der Gesellschaft indirekt (oder ab und zu auch ganz direkt) die Kompetenz abgesprochen wird. Sei es beim Einparken, beim Lösen von Matheaufgaben oder eben im Job. Wir Frauen lernen schon beim Berufseinstieg, dass wir oft mehr leisten müssen als der männliche Kollege, um in etwa gleich erfolgreich zu sein. So baut sich im Berufsleben ein innerer Druck auf nicht versagen zu wollen und zu können, sodass Frauen sich wahrscheinlich erst auf eine höhere Position bewerben, wenn sie sich ganz sicher sind. Oder? Wie seht ihr das?


Wie habt Ihr Vorurteile gegenüber Frauen auf der Arbeit selbst schon erlebt?

Auch ich habe Vorurteile gegenüber meinem Geschlecht und einhergehend mit einer meiner damaligen Job-Position erlebt. Ich ging damals mit einer tollen Idee zu meiner Chefin und sie zu einem der obersten Chefs. Die Aussage des Chefs war niederschmetternd: Seit wann hören wir auf das was Praktikanten sagen?! 

Um ehrlich zu sein habe ich diesen Satz damals nicht als große Beleidigung gegenüber meinem Geschlecht empfunden. Heute, einige Jahre später und mit mehr Erfahrung in der Branche weiß ich, dass er jedoch eine war. Wäre ich ein Mann/Junge gewesen, wäre meine Idee wahrscheinlich anders beurteilt worden. Das schöne? Meine Chefin hat sich damals über die respektlose Aussage hinweggesetzt und meine Idee, gemeinsam mit mir, trotzdem in die Tat umgesetzt.


Wie können Männer stärker in das Thema Chancengleichheit für Frauen einbezogen werden?

Ich denke das Wichtigste ist, dass Männer verstehen, dass wir Frauen ihnen nichts wegnehmen wollen. Dass wir aber durchaus in der Lage sind, einen genauso guten Job zu machen wie sie – oder sogar besser. Die größte Blockade dafür besteht im Kopf. Um diese zu lösen ist der Wille etwas verändern zu wollen, essentiell. Dieser wird automatisch vorhanden sein, wenn man an Erfolge glaubt und davon ausgeht, dass Veränderungen Früchte tragen, von denen jeder etwas Positives herausziehen kann.

Das Schlüsselwort ist hier meiner Meinung nach Vielfalt in allen Bereichen: Lösungen, Maßnahmen und auch die Entscheidungsträger müssen vielfältig sein. Anders gesagt: Feminismus braucht ein neues Image. Eines das dafür sorgt, dass auch Männer bereit sind feministisch zu denken. Indem sie selbstbewusst genug sind, um sich den Qualifikationen von uns Frau zu stellen, uns als gleichwertig und vor allem gleichberechtigt zu betrachten.


Was denkt Ihr: Wie viel kompetenter werden Männer im Job wahrgenommen als Frauen?

Männer gelten als das starke Geschlecht. Ich denke Männer halten sich selbst meistens für kompetenter. Sie sind selbstbewusster in ihrer eigenen Wahrnehmung und tragen dies auch nach außen. Daraus ergibt sich bei vielen Frauen ein hinderliches Respekt-Verhalten, welches wiederum dazu führt, dass Frauen unsicher werden.

All diese Vorurteile und Denkweisen haben ihren Ursprung schon im Kindesalter, denn noch immer findet zu viel Erziehung anhand von traditionellen und geschlechtstypischen Rollenaufteilung statt. Während Männer bei Entscheidungen als konsequent und dynamisch wahrgenommen werden, werden wir Frauen meistens als launisch oder hysterisch betitelt. Unterschiedliche oder auch ganz gleiche Kompetenzen sollten als Vorteil und Chance gesehen werden. Als etwas, was Erfolge, neue Ansätze und Innovationen mit sich bringen kann.


Wie steht ihr zu der Aussage: Ab 30 Jahren kriegt Frau sowieso bald Kinder und fällt aus…

Bei dieser Aussage schüttel ich persönlich einfach nur mit dem Kopf. Denn sie ist nicht nur von jahrhundertealten Klischees besetzt, sondern auf eine Art und Weise auch eine Diskriminierung. Ich bin (ab morgen) 28 Jahre alt und für mich persönlich spielen Kinder aktuell gar keine Rolle. Ob sich das die nächsten zwei Jahre ändern wird weiß ich nicht, aber ich bezweifle es.

Und ich denke das ist auch vollkommen ok so, denn nicht jede Frau kann und möchte mit 30 Jahren Kinder kriegen. Sich aus dem Berufsleben zurückziehen, die eigene Job-Existenz aufgeben.

Und diejenigen, die Kinder möchten? Die müssen sich leider oftmals zwischen Kind und Karriere entscheiden. Andernfalls bedarf es einer früh angelegten Lebensplanung, um alles unter einen Hut zu bekommen. Wer einen Kinderwunsch hat, ist quasi schon im ersten Studiensemester damit beschäftigt einen innerlichen Zeitstrahl aufzumalen, um den vermeintlich perfekten Moment oder eher “den Moment mit dem wenigstens Risiken”, für ein Kind zu finden.

Das traurige? Die Kinderplanung wird so nicht nach dem persönlichen Wunsch oder der eigenen Bereitschaft angegangen, sondern einzig und alleine nach der beruflichen Situation und den potentiellen Möglichkeiten innerhalb der Gesellschaft. Denn ja, Kinder sind auch im Jahre 2019 für viele Frauen immer noch ein Berufsrisiko. Nicht selten höre ich in meinem beruflichen Umfeld Frauen, die sagen: Länger als drei Monate bleibe ich nach der Geburt nicht Zuhause. Nicht, weil sie schlechte Menschen oder Mütter sind. Sondern nur, weil sie nicht länger wegbleiben können. Weil der Druck zu hoch ist, den Job an jemand anderen zu verlieren. Weil davon ausgegangen wird, dass Frau eh bald das zweite oder dritte Kind bekommt. Dass Frauen ab 30 ein verallgemeinertes, berufliches Risiko für Unternehmen sind.

Und dann gibt es aber auch die Frauen, welche ihr berufliches Glück schlichtweg nicht hinter dem einer Geburt anstellen wollen. Die “freiwillig” nach wenigen Monaten zurück in den Job kehren, weil sie es brauchen. Weil sie es wollen. Weil sie sich bewusst dafür entscheiden. Ist das schlecht oder gar falsch? Nein, ich denke nicht. Das ist Emanzipation. Denn am Ende muss jeder selbst entscheiden wo und welche Entscheidungen und Prioritäten er in seinem Leben setzt.


Das heißt? Wo müssen wir die nächsten Jahren hinkommen?

Weg von Quoten, weg von Unterschieden, weg von veralteten Stereotypen. Weg von weiblichen WOW-Schlagzeilen wie “Die starken Frauen” oder “Weiblicher Erfolg”. Hin zu Normalität. Zu Selbstverständlichkeit. So, dass niemand mehr den Drang verspürt einer starken Frau exorbitant viel Anerkennung oder Aufmerksamkeit schenken zu müssen, weil es sooo besonders ist. Erst, wenn wir diese Normalität und Selbstverständlichkeit erreicht haben, werden wir von Gleichberechtigung und auf Augenhöhe sprechen können. Gleichberechtigung ist für jeden von uns wichtig und daher sollten wir sie alle anstreben. Für ein uns. Ein wir. Und nicht für Mann und Frau.

17 Kommentare

  1. Claudia
    11. März 2019 / 14:26

    Hallo liebe Nina,
    danke für diesen Beitrag.
    Ich selbst bin 33 (und kinderlos) und bin momentan leidtragend, da ich gerade einen neuen Job suche. Seit 15 Monaten. Ich bin gut ausgebildet, selbstbewusst, habe relevante Berufserfahrung. Und doch finde ich keine neue Stelle. Einige Male schon wurde mir letztlich ein Mann vorgezogen. Es ist einfach traurig, da es nicht die Kompetenzen sind, die scheinbar häufig entscheiden, sondern Rahmenbedingungen oder das Geschlecht.
    Da haben wir noch viel Nachholbedarf, denn ich überlege mir momentan drei Mal, wann ich überhaupt ein Kind bekommen kann, ohne mein berufliches Standing einzubüßen.
    Liebe Grüße
    Claudia

  2. 10. März 2019 / 12:33

    Hallo Nina, du hast das Thema mal wieder toll aufbereitet. Da ich noch nicht arbeite, kann ich nicht aus eigener Erfahrung sprechen. Was mich persönlich immer verwirrt, ist das in der Schule sich die Jungs häufig beschweren, dass sie „benachteiligt“ werden. verkehrte Welt?

    Ich bin der Meinung, dass unsere Gesellschaft umdenken muss.

    Sehr inspirierend finde ich Chimamanda Ngozi Adichies Blickwinkel auf die ganze Thematik. Die Bestsellerautorin stellt in ihrem Werk „We should all be feminists“ folgende These auf:

    „Gender matters everywhere in the world. And I would like today to ask that we should begin to dream about and plan for a different world. A fairer world. A world of happier men and happier women who are truer to themselves. And this is how to start: we must raise our daughters differently. We must also raise our sons differently.“

    Viele Männer fühlen sich von dem Wort „Feminismus“ angegriffen. Adichie kritisiert in ihrem Buch jedoch nicht die Männer, sondern unsere Gesellschaft. In ihren Augen sollten Frauen und Männer zusammenarbeiten und nicht gegeneinander. In Schweden z. B. wird überlegt Adichies Werk als Pflichtlektüre einzuführen. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich schon früh mit der Thematik auseinandersetzen und verschiedene Werke miteinander vergleichen und eine eigene Meinung bilden. Ich denke, das ist für die Zukunft wirklich wichtig. Über das Thema habe ich vor einiger Zeit auch mal einen Beitrag verfasst: https://majstatement.com/girl-power-shoreditch

    Alles Liebe,
    xMaj-Britt

    https://majstatement.com/

  3. Magdalena
    10. März 2019 / 10:05

    Hallo Nina,

    auch von mir erst einmal ein großes Lob für deine Aufbereitung des Themas! Ich bin selbst 35 Jahre alt und arbeite in einer Führungsposition. Der Weg dahin war lang und sehr steinig. Er hat mich einige graue Haare gekostet, viele Nerven und zwischendurch habe ich gedacht, dass ich es nie schaffen werde, meinen beruflichen Traum zu realisieren. Dass es dann doch dazu gekommen ist, hatte ich am Ende größtenteils einer Frau zu verdanken. Ich arbeite auch heute noch eng mit ihr zusammen und wir versuchen beide die Stellung in der Männerdomäne des Unternehmens zu halten. Mal gelingt uns das besser, mal schlechter. In solchen Situationen merke ich, dass leider noch sehr viel passieren muss. Aber wir alle arbeiten dran und dürfen uns nicht unterkriegen lassen!

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Magda

  4. Lea
    9. März 2019 / 14:39

    Hallo Nina,

    erst einmal auch von meiner Seite aus Danke, dass du dich diesem wichtigen Thema mal wieder auf eine sehr anspruchsvolle und journalistische Art und Weise angenommen hast. Bei Instagram sah man ja sonst leider gefühlt nur irgendwelche T-Shirts oder Lippenstifte, die für diesen wichtigen Tag beworben wurden. Bei dir hat man wenigstens wieder einen redaktionellen Mehrwert erfahren.

    Ich kann für mich sagen, dass ich den Weltfrauentag super finde. Wir haben in Deutschland für alles mögliche einen Feiertag, warum also nicht auf für uns Frauen. Was mich in diesem Zusammenhang allerdings stört ist die Tatsache, dass auch hier wieder keine Gleichberechtigung stattfindet. Warum hat nur Berlin als einziges „Bundesland“ in Deutschland diesen Feiertag. Wenn wir vom Thema Gleichberechtigung sprechen, schneidet man sich mit solch einer Aktion doch irgendwie gleichzeitig selbst ins Fleisch. Super schade wie ich finde, denn der Ansatz ist meiner Meinung nach der richtige.

    Hab ein schönes Wochenende
    Lea

  5. Alexandra
    9. März 2019 / 12:38

    Hi an alle,

    ich fand es super spannend die Meinungen und Kommentare der anderen zu lesen. In mir löst der Weltfrauentag ehrlich gesagt ziemlich gemischte Gefühle aus. Auf der einen Seite finde ich es gut, dass durch ihn mehr Aufmerksamkeit für das Thema geschaffen wird. Auf der anderen Seite ist es unendlich schade, dass solch ein Tag überhaupt gebraucht wird. Der erste Weltfrauentag ist über 100 Jahre her und wenn man das so liest, frage ich mich, wann wir wohl endlich dort ankommen werden, wo wir heute gerne schon wären. Aber gut, das müssen wir wohl auf uns zukommen lassen.

    Liebe Grüße an Nina und alle anderen
    Alex

  6. Bianka
    9. März 2019 / 10:46

    Hey Nina,

    oh mein Gott, danke für deine Ehrlichkeit zum Thema Kinder. Du sprichst mir so aus der Seele und diese gesellschaftliche Unterstellung, dass jede Frau automatisch mit 30 Kinder kriegt und aus dem Berufsleben fällt, ärgert mich so dermaßen. Mir geht es ähnlich wie dir. Ich bin jetzt 29 und verspüre aktuell auch noch absolut keinen Drang ein Kind in die Welt zu setzen. Mein Verlobter und ich sind super glücklich, genießen unsere Freiheit, unser Berufsleben und unsere Unabhängigkeit. Um ehrlich zu sein bin ich (aktuelle) oder vielleicht auch für immer nicht bereit all das aufzugeben. Klingt vielleicht für viele egoistisch, aber ich glaube genau das ist es was unsere Gesellschaft heutzutage ausmacht: Vielseitigkeit und Individualität. In meinem Job ist es tatsächlich so, dass viele meiner Kolleginnen ab 30 schwanger werden. D.h. dieses Schubladendenken kommt nicht von ungefähr. Dennoch findet es super wichtig, dass jeder Arbeitgebern zu jederzeit offen für unterschiedliche Entscheidungen und Lebensabschnitte seiner Angestellten ist. Das Thema „Frau möchte mit 30 eine Führungsposition inne haben“ sollte genauso relevant und in den Köpfen der Unternehmen verankert sein wie das Thema „Viele Frauen werden ab 30 schwanger“.

    Ich wünsche mir Gleichberechtigung beim Denken und Handeln!

    Liebe Grüße und danke für deine tolle Arbeit Nina

  7. Maike
    8. März 2019 / 11:42

    Danke, dass du dich diesem wichtigem Thema auf zu hochwertige Art und Weise angenommen hast!

  8. Annemarie
    8. März 2019 / 10:54

    Hallo Nina,

    für mich fängt das ganze Berufsleben dieses Jahr erst an. Mein Studium ist so gut wie abgeschlossen und ich bin super gespannt was mich in der Arbeitswelt erwartet. Dein Artikel heute habe ich daher verschlungen. Im ersten Moment habe ich etwas geschluckt und gedacht: shit, kommt das wirklich alles auf dich zu… Aber dann habe ich über deine Worte nachgedacht und mir ist bewusst geworden, dass ich nicht nur einiges dazugelegt habe, sondern auch, dass ich als Frau stark sein muss. Ich glaube es gibt immer wieder Hürden im Leben und je eher man begreift, dass man seine Stimme und Stärke dazu nutze muss, um sie zu überwinden, desto besser :)

    Ich kann wie gesagt leider momentan noch auf keine der von dir gestellten Fragen antworten, aber ich danke dir trotzdem für deine täglich tolle Arbeit hier auf Fashiioncarpet.

  9. Dezim
    8. März 2019 / 9:56

    Hi Nina,

    ich habe mich relativ schnell selbstständig gemacht und bin daher glücklicherweise nie in eine dieser Stationen gekommen. Allerdings habe ich einige Freundinnen, die auf der Arbeit tag täglich mit diesem Thema konfrontiert sind. Wir reden dann meistens darüber, wenn wir abends bei einem Glas Wein zusammensitzen. Mich macht es immer ganz traurig, wenn ich merke wie doll sie damit zu kämpfen haben. Einen Wunsch, den ich bei diesen Gesprächen immer wieder raushöre ist, dass sie sich wünschen würden, dass mehr Frauen in den Führungspositionen mitwirken. Wie du schreibst sind die oberen Stellen meistens nur mit Männern besetzt. Laut meiner Freundinnen fehlt dadurch frischer Wind, neue Ansichten und Denkweisen. Denn es ist ja nunmal Tatsache, dass wir Frauen in einigen Bereichen komplett anders ticken. Selbst als „Außenstehende“ kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die von dir angesprochene Vielseitigkeit in sämtlichen Bereichen wahnsinnig wichtig ist. Ich wünsche meinen Freundinnen und allen anderen betroffenen da draußen, dass dies in der Zukunft noch mehr erkannt und gefördert wird.

    LG
    Dezim

    • Anne
      8. März 2019 / 20:35

      Hi,

      mir geht es ganz ähnlich wie Dezim. Auch ich bekomme diese Problematik eher durch meinen Freundeskreis als durch meine eigene Situation mit. In solchen Situationen merke ich immer wieder, wie hilflos ich eigentlich bin. Dass ich meinen Freundinnen leider nicht den Rat geben kann, den sie von mir bräuchten. Für mich gehören definitiv auch die Unternehmen in die Verantwortung gezogen, sich dieser Situation anzunehmen. Ich glaube es ist wichtig, dass man als Arbeitgeber genau hinhört und vor allem auch hinhören möchte. Dass Frauen die Chance bekommen ihre Meinungen und Wünsche offen und ehrlich zu äußern, ohne später einen Nachteil daraus zu haben. Und vor allem auch die, von dir Nina angesprochene, Vielfalt. Dass Männer und Frauen beide an einem Strang ziehen sollten und durch ihre Charaktere, Persönlichkeiten, Stärken und Schwächen das bestmögliche erzeugen. Ich wünsche mir, meinen Freundinnen und allen Frauen da draußen, dass dies nicht für immer Zukunftsmusik bleibt.

  10. Ulrike
    8. März 2019 / 9:40

    Hey nina,

    ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen. Dein Artikel ist mal wieder toll geschrieben. Zum Thema Männer und Wahrnehmung kann ich sagen, dass es definitiv so ist, dass Männer sehr oft als kompetenter und „besser“ eingeschätzt werden. Woran das liegt? Ich weiß es nicht, vielleicht wirklich so wie du sagst, weil sie selbst meistens selbstbewusster sind und das auf anderen übertragen. Mir fehlt im Berufsleben auch oft, dass die Männer sich für Frauen stark machen und mit uns an einem Strang ziehen. Entweder man wird gar nicht ernst genommen oder als Gefahr gesehen und dementsprechend mies behandelt – ein gesundes Mittelmaß scheint es in vielen Unternehmen nicht zu geben. Ich habe das große Glück, dass in meiner Abteilung viele tolle Frauen arbeiten und wir uns immer gegenseitig stärken. Optimierungsbedarf im Großen und Ganze ist aber auf jeden Fall da!

    Sei ganz lieb gegrüßt
    Ulli

  11. Sarah
    8. März 2019 / 9:27

    Danke für diesen wichtigen und toll geschriebenen Artikel. Ich glaube auch, dass wir erst von Gleichberechtigung sprechen können, wenn all diese Dinge nicht immer und immer wieder in den Fokus der Gesellschaft gerückt werden müssen. Klar, der Weltfrauentag ist ne gute Sache. Allerdings zeigt er mir auch irgendwie, dass wir eben noch nicht die notwendige Selbstverständlichkeit in unserer Gesellschaft haben, um von echter Gleichberechtigung sprechen zu können. Ich bin gespannt was sich da in den nächsten Jahren noch tun wird. So oder so ist dein Artikel ein sehr guter Ansatz, um mal ein paar der wichtigsten Fakten vor Augen zu haben.

  12. Laura
    8. März 2019 / 9:01

    Hi liebe Nina,

    ich bin sonst immer eher stille Leserin, aber heute muss ich einfach mal ein paar Worte loswerden. ich kenne fast keine andere Bloggerin, die es immer wieder schafft Kooperationen so authentisch und hochwertig umzusetzen. Deine Beiträgen haben immer einen gewissen Informationsgehalt und sind trotzdem nie unpersönlich. Ich persönlich kannte innogy nicht (ist ehrlich gesagt nicht so ganz mein Themenfeld) aber ihren Ansatz für Gleichberechtigung und Frauenrechte im Unternehmen finde ich toll. Die Kampagne ist daher denk ich wichtig und ich finde es müssen nicht nur Männer im allgemeinen beim Thema Gleichberechtigung hinzugezogen werden, sondern ebenfalls Unternemen, die tag täglich Schauplatz der von dir angesprochenen Problematik sind. Ich persönlich habe jahrelang in einem großen Konzern gearbeitet und habe mehr als nur eine Ungerechtigkeit gegenüber Frauen erlebt. Mittlerweile bin ich selbstständig, da ich irgendwann nicht mehr mit dem Druck umgehen konnte. Heute geht es mir besser, aber ich wünsche allen Frauen in unseren Gesellschaft ein dickes Fell und, dass sich in den nächsten Jahren endlich das ändert, was seit Jahren auf der Agenda steht.

    Liebe Grüße und danke an dich Nina
    Laura

  13. Elisabeth
    8. März 2019 / 8:48

    Hallo,

    um ehrlich zu sein stehe ich diesem ganzen Feminismus und Weltfrauentag Thema eher skeptisch gegenüber. Mich persönlich nervt es, dass die Menschen immer einen Tag im Jahr brauchen (wie beim Valentinstag), an dem ein besonderes Thema besondere Aufmerksamkeit bekommt. Es wäre meiner Meinung nach viel sinnvoller und effektiver, wenn die Menschen das ganze Jahr über die Relevanz erkennen und für eine Besserung kämpfen würden (auch in vielen anderen Bereichen). Gut, vielleicht wird das hinter den Kulissen getan, aber ich finde es etwas heuchlerisch, dass viele Unternehmen und Marken ausgerechnet heute ihren gute Willen in der Öffentlichkeit zeigen. Für mich würde wahres Engagement in diesem Bereich davon zeugen, wenn man einfach mal in jedem anderen Monat des Jahres zeigt, dass einem dieses oder ein anderes Thema am Herzen liegt.

    • Birgit
      8. März 2019 / 14:27

      Also ich seh es genauso wie Elisabeth.Ich finde wir Frauen brauchen diesen Tag nicht unbedingt. Man sollte sich als Frau das ganze Jahr über für Gleichberechtigung einsetzen und kämpfen. Ich glaube das wichtigste ist auch, dass Frau in gewissen Momenten auch einfach den Mund aufmacht und ihre Meinung sagt – natürlich immer in einem angemessenen Ton. Denn, wie du Nina ja auch schreibst, wird einfach nichts verändern und bewegt, wenn man alles immer so hinnimmt und seine Stimme nie nutzt.

      LG
      Brigit

  14. Violetta
    8. März 2019 / 8:31

    Hey Nina,

    ich konnte mich in deinen Zeilen sehr oft wiederfinden. Besonders das Thema mit der Bewerbung auf einen neuen Job betrifft mich persönlich gerade, denn ich überlege die Arbeit zu wechseln. Dass wir Frauen uns immer erst neu bewerben, wenn wir 100% von „uns“ überzeugt sind, hat mich ehrlich gesagt ziemlich geschockt. Denn auch ich zweifle aktuell an mir und meinen Kompetenzen. Gar nicht so sehr, weil mein aktueller Arbeitgeber nicht fair zu mir ist, sondern vielmehr, weil ich so einen hohen Anspruch an mich selbst habe. Vielleicht stehe ich mir damit selbst im Weg? Dein Beitrag hat mir auf jeden Fall geholfen mal über einige Dinge nachzudenken. Danke dafür!

    LG
    Vio

  15. Lisa
    8. März 2019 / 8:23

    Hallo liebe Nina,

    danke für diesen tollen Beitrag. Auch, wenn der Weltfrauentag dieses Jahr gefühlt super kommerziell aufgezogen wird, hast du es mal wieder geschafft die Fakten mit persönlicher Note auf den Punkt zu bringen. Auch ich habe schon Vorurteile gegenüber Frauen im Job zu spüren bekommen. Ich selbst war ebenfalls bereits betroffen und musste stark dafür kämpfen, dass gewisse Ideen meinerseits angenommen und Gehör gefunden haben. Das schlaucht und nervt. Auch die Ansicht zum Kinderkriegen teile ich mit dir. Ich bin jetzt 31 und habe selbst noch keine Kinder. Ich möchte zwar welche, allerdings finde ich diese pauschale Aussage auf das Alter bezogen ebenfalls mehr als schwierig und absolut unangebracht. Auch ich möchte nach einer Schwangerschaft zeitnah wieder arbeiten. Ich liebe meinen Job und er ist für meine Lebensqualität und Selbstwertgefühl im allgemeinen sehr wichtig. Ich denke es ist wichtig zu verstehen, dass wir Frauen uns nicht immer zwangsläufig für oder gegen entscheiden müssen, sondern, dass es darum gehen sollte, vielseitig sein zu können.

    Ganz liebe Grüße und ein schönes Wochenende
    Lisa

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