Beautyproblem: Spliss! Die verschiedenen Arten & Ursache – und was man dagegen tun kann!

Haar Spliss Ursachen und Bekämpfung

Beautyproblem: Spliss!

– Diese Spliss-Arten gibt es & das kann man dagegen tun –

Ich glaube fast jede Frau kennt das Problem: Kaputte Haarspitzen aka Spliss. Aber was machen wir Frauen denn nur falsch mit unseren Haaren? Mehr als alle sechs Wochen Spitzen schneiden geht doch gar nicht? Dann kommt jetzt leider die Ernüchterung. Denn oft ist Haare schneiden alleine nicht die Lösung. Spliss ist nämlich vielfältig und hat dementsprechend unterschiedliche Hintergründe. Welche sechs Spliss-Arten es gibt, was ihre Ursachen sind und wie man sie bekämpfen kann, genau darüber möchte ich euch heute aufklären. Denn nur so erfahrt ihr, was genau sich hinter euren gespaltenen Spitzen verbirgt.

Die Wünschelrute

Da gibt es zum Einen die klassische Wünschelrute. Bedeutet, die Haarspitzen teilen sich in zwei Hälften, die beide mehrere Zentimeter abstehen. So entsteht eine leichte Dreiecksform, die an eine Wünschelrute erinnert. Daher auch der Name – und übrigens auch die häufigste Splissform. Einen Hinweis gibt die Form schon gleich zu Anfang. Da die Spitzen bereits mehrere Zentimeter gespalten sind, ist der Spliss auch schon einige Monate alt. Aber das bedeutet eben auch, dass die Haare auch ohne die andere Hälfte überleben und weiter wachsen können, nur eben nicht mehr ganz so dick. Allerdings nur unter einer Bedingung: du verwendest ab jetzt die richtige Pflege. Was deinen Haaren nämlich fehlt und weshalb es überhaupt zur Spaltung gekommen ist, sind Proteine. Das sind Bausteine, die das Haar dringend braucht, um gesund wachsen zu können. Dadurch, dass deine Haare allerdings auch noch geschädigt sind (gespaltene Spitzen), brauchst du gleichzeitig Haarpflege-Produkte, die das Haar wie ein Kleber versiegeln und die Enden ummanteln.


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Die Mini-Wünschelrute

Die kleine Spliss Wünschelrute ist quasi die kleine Schwester der ersten Form. Der Unterschied liegt dementsprechend im Alter des Spliss. Das heißt, dieser hier ist noch gar nicht alt und vermutlich erst vor ein paar Tagen entstanden. Die Chance, die Haarstruktur noch zu retten ist also größer. Klar, man kann nichts, was ein Mal kaputt war wieder zu 100 Prozent herstellen, aber es zumindest reparieren. Stell dir das vor wie eine Porzellanfigur. Sie fällt dir runter, du klebst sie und danach kann sie ihre Funktion wieder übernehmen. Natürlich ist sie nicht mehr perfekt, aber dennoch funktionsfähig. Ähnlich ist es bei dieser Spliss-Form.  Alles, was du brauchst ist also die richtige Pflege. Und die besteht aus Repairing-Shampoos, Conditioner und Haarmasken. Denn sie erfüllen exakt die Bedürfnisse deiner Haare. 


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Der Dreizack

Eine weitere der sechs Spliss-Arten ist der Dreizack oder auch die Gabel genannt. Denn die Haarspitzen spalten sich nicht in zwei, sondern in drei Enden ab. Bei dieser Form handelt es sich allerdings schon um einen massiveren Haarschaden, der vor längerer Zeit entstanden sein muss. Das sieht man ebenfalls an der tiefen Spaltung, die mehrere Zentimeter lang ist. Ganz klar, dem Haar fehlt Feuchtigkeit, die ihm entweder durch zu viel Hitze oder auch Färben entzogen wurde. Doch hier hilft die richtige Pflege allein nun nicht mehr. Zuerst musst du zum Friseur und dir die kaputten Enden abschneiden lassen. Danach erst kannst du dem Feuchtigkeitsverlust vorbeugen, damit das in Zukunft nicht mehr passiert. Alle Produkte, die deinem Haar Feuchtigkeit verleihen sind deshalb wichtig. Aber auch alle, die es vor zu viel Hitze schützen wie Sprays oder Cremes vor dem föhnen. Hin und wieder eine Tiefenmaske, die du für etwa 20 Minuten einwirken lässt, schadet übrigens auch nicht. 


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    Der Baum

    Verästet und verzweigt zeigt sich die dritte der Spliss-Arten. Eben genau wie ein Baum. Wer diese Form kennt, dem sollte klar sein, dass das Haar unter mehreren Faktoren zu leiden hat. Vermutlich wurde es gefärbt, geglättet, geföhnt, sehr viel UV-Strahlung im Urlaub ausgesetzt und dazu zu wenig gepflegt. Denn es müssen mehrere Prozesse stattfinden, um das Haar so aufzuspalten. Auch hier ist der erste Gang der zum Friseur. Spitzen ab und dann kann es mit der Pflege losgehen. Was du brauchst sind vor allem reichhaltige Produkte, die gleich mehrere Probleme angehen. Schutzsprays, die vor UV-Strahlung, Feuchtigkeitsverlust, Umwelteinflüsse wie Abgase und co. schützen sollten jetzt ganz oben auf deiner Liste stehen. Gleichzeitig brauchst du feuchtigkeitsspendende Produkte, die das Haar mt neuen Nährstoffen versorgen.


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    Die Kerze

    Diese Spliss-Art zeigt sich wie eine Kerze. Das heißt, die Spitze wird immer dünner und erinnert an einen schmalen Docht, der auf deiner dicken Kerze steht. Das ist ein Indiz dafür, dass die äußere Schuppenschicht der Haare stark angegriffen ist. Tatsächlich aber ist die Haarspitze ja noch nicht gespalten. Das heißt, es handelt sich hierbei eher um eine Art Vorstufe von Spliss. Auch, wenn du jetzt innerlich vielleicht jubelst, dein Haar ist bereits extrem angegriffen und kann jederzeit aufbrechen. Deshalb musst du sofort mit der Pflege beginnen. Und zwar brauchst du nährende Produkt, die die Schuppenschicht wieder aufbauen und stärken. Am besten ölbasierte Formeln, da sie noch mehr Feuchtigkeit spenden als Wasser basierte. Alles, was Proteine, Fette (Kokosöl, Arganöl, etc.) und auch Bausteine wie Keratin beinhaltet, ist jetzt genau richtig. 


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    Der Knoten

    Letzte Art, auch bekannt als Problem von verknoteten Haarenden – zählt zu den Spliss-Arten, obwohl dieses Problem vor allem Menschen mit gelocktem Haar haben. Die Knotenform ist jedoch – genau wie die Kerze – noch kein vollständiger Spliss, aber eine Vorstufe davon, die früher oder später an der strapazierten Stelle brechen kann. Jetzt heißt es zuerst, vorsichtig entwirren, ohne noch mehr Schaden anzurichten. Dafür brauchst du also gute Produkte, die das Haar leicht kämmbar machen. Zum Beispiel Leave-in-Cremes zum Einmassieren nach dem Waschen. Eine sanfte Bürste ist ebenfalls Pflicht. Bloß keine mit Plastikborsten, sondern mit Naturfasern wie Holz oder Wildschweinhaar. Beides organische Produkte, die der Haarstruktur ähneln und sie nicht verletzten können.


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    Noch mehr Tipps & Tricks rund ums Thema Haare findet ihr übrigens hier!

    3 Kommentare

    1. 16. September 2018 / 20:14

      Liebe Nina, danke für deinen neuen Blog Post. Es ist so unglaublich wichtig auf die Haare zu achten und ich versuche immer meine Haare zu pflegen, bin bei dieser großen Auswahl an Produkten oft überfordert. Aber dank deines Post bekomme ich einen besseren Überblick.

      Liebe Grüße,

      Lynn

      https://lynnhoa.net

    2. 14. September 2018 / 19:18

      Ich hatte bisher zum Glück noch kein Problem mit Spliss, aber ist so wichtig, seine Haare zu pflegen. Da ich nicht möchte, dass sie kaputt gehen, habe ich mich noch nicht an Färben herangewagt…. Bestimmt werde ich aber irgendwann nochmal auf diesen Post zurückkommen müssen….

      Alles Liebe,
      xxMaj-Britt

      https://majstatement.com/

    3. Johanna
      14. September 2018 / 7:37

      Liebe Nina, danke für den informativen Blog-Artikel! Aufgrund meiner dünnen Haare leide ich seit ich denken kann unter Spliss. Allerdings konnte mir noch niemand so gut erklären, was mein Haar braucht und wie ich es besser pflegen kann. Auch bin ich mir nicht ganz sicher, wo ich mein Haar einordnen kann. Darf ich fragen, ob du für deinen Artikel mit einem Friseur zusammengearbeitet hast? Ich hätte echt gerne mal eine fachkundige Meinung zu meinem Haar, aber bisher konnte ich die so nicht bekommen! Vielen lieben Dank :)

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