Wenn Social Media zu Stress führt – 6 Tipps, um wieder mehr inspiriert zu sein

Tipps Social Media Nutzung im Alltag

Tipps für weniger Social Media-Stress im Alltag!

Social Media-Stress – schon allein der Begriff klingt irgendwie komisch, oder? Doch leider ist das die Realität, die mit unserer aktuellen Zeit und Generation einhergeht. Mit Plattformen wie bspw. Instagram kommt erst die große Inspiration und mit der Zeit irgendwie unterschwellig auch immer mehr Stress dazu. Zumindest merke ich in letzter Zeit durch Gespräche mit Freunden und Kollegen, dass es vielen so geht. Und auch ich merke, dass Social Media hin und wieder ein paar Nebenwirkungen mit sich bringt. Wie kann man von Social Media also endlich wieder richtig und ehrlich inspiriert werden? Heute versuche ich mal hinter die Fassade zu schauen und ein paar Ideen und Tipps für das bessere und gesündere Nutzen von Social Media zu finden. Falls ihr noch Tipps habt, gerne her damit :)

 

Meine persönliche Beziehung zu Instagram

Meine Beziehung zu Instagram ist ein klein bisschen kompliziert. Einerseits erinnere ich mich gerne daran zurück, als die App in Deutschland bekannt wurde und sich ein neues Berufsfeld gebildet hat – was großartig ist. Auch junge Designer, Künstler und Musiker konnten durch Instagram ihre Bekanntheit steigern und generell hat mich persönlich die App und ihre Möglichkeiten unglaublich fasziniert. Jeden Tag, wenn man die App öffnete, wartete etwas Neues auf einen. Die Möglichkeiten für Anregungen und Inspirationsquellen scheinen schier unendlich.

Das ist nun ein paar Jahre her. Mittlerweile ist Instagram mehr als nur eine Plattform zum Teilen von Schnappschüssen. Es ist ein Business und auch ich bin Teil davon. Neben vielen Vorteilen habe ich somit auch die andere Seit der Medaille kennengelernt. Instagram ist zur Gewohnheit geworden, zu einem festen Bestandteil im Alltag. Ich öffne die App mehrmals am Tag fast schon automatisch, ohne eine bestimmtem Absicht dahinter zu haben. Gewohnheit. Ist das Öffnen der App also schon so normal wie Zähneputzen geworden? Und im Urlaub: Habt ihr euch schon mal dabei ertappt, den Strand nach Motiven abzusuchen, die ich gut für Instagram eignen würden? Nicht einfach nur das Fotografieren eines schönen Moments, sondern das gezielte Fotografieren für „Likes“? Oder habe ihr sogar schon einmal einen ganzen Urlaub nur anhand eines Instagram Bildes von jemandem gebucht, nur weil ihr fandet, dass der Ort auf dem Bilder so schön aussah?

Hier habe ich bereits einen Blogpost zum Gesellschaftstrend JOMO (The Joy Of Missing Out) geschrieben  – heute möchte ich meine Tipps teilen, um JOMO umzusetzen. Vielleicht hilft es ja dem ein oder anderen, Instagram bewusster zu konsumieren und sich dabei wieder gut zu fühlen :)

 

Instagram Stress Tipps Social Media

Meine Tipps für weniger Stress auf Social Media

1. Digital Detox

Ich starte mit dem wohl „härtesten“ Tipp zuerst, als kalter Entzug sozusagen ;) Damit könnt ihr auch gleich testen, welchen Stellenwert Instagram und Social Media in eurem Leben hat. Der Tipp lautet: die App löschen! Und das für einen von euch festgesetzten Zeitraum. Das kann wie eine Detox-Kur, zwei, vier oder sieben Tage sein. Länger geht natürlich auch :) Somit stellt man sich selbst der Herausforderung, etwas zu verpassen und zu beobachten, was dieses Gefühl mit einem macht. Für wen das etwas zu drastisch ist (für mich zugegeben, da ich mit Instagram arbeite) kann ich empfehlen das Handy einfach mal bewusst ein zwei Tage Zuhause zu lassen. Das habe ich mir besonders am Wochenende angewöhnt. Patrick und ich nutzen die Zeit dann zum Spazieren gehen, Rad fahren oder ähnliches. Das Handy lasse ich inzwischen gerne mal Zuhause. 

2. Aussortieren, entfolgen, neu folgen

Dort wo Erfolg, schöne und scheinbar perfekte Dinge in der Öffentlichkeit präsentiert werden, ist leider oftmals auch Neid und Missgunst zu finden. Wenn ihr eine Person seid, die sich leicht von Bildern oder Gegenständen beeinflussen lasst (und das ist bei der Flut an Eindrücken total normal), kann Instagram leider echtes Gift für euch, euer Selbstwertgefühl und Leben sein. Denn ziemlich viele Accounts präsentieren einen unrealistischen Lifestyle, der keineswegs 100% real ist. Und trotzdem täuscht der Eindruck oft. Wenn ihr bei einem Account oder Bild ein schlechtes Gefühl bekommt, empfehle ich euch: Entfolgt dem Account! Ihr seid Herr eures Feeds und könnt gezielt entscheiden, was ihr sehen möchtet. Ich habe dazu letztes Jahr auch schon einmal einen sehr persönlichen Blogpost geschrieben:

Frühjahrsputz: Darum bin ich über 300 Instagram Accounts entfolgt…

3. Fragt euch: Was soll mir Instagram bringen?

Wir machen vieles, weil es einen Nutzen hat, uns oder unser Leben bereichert. Das war auch der Ursprungsgedanke von Instagram. Doch mittlerweile kann man die App für so viele unterschiedliche Zwecke nutzen. Damit ihr euer Warum in dieser Hinsicht nicht aus den Augen verliert, überlegt euch: Was bereitet mir an Instagram Freude? Ist es Inspiration in punkto Mode, Interior, Beauty oder Kunst? Sucht ihr Styling-Tipps? Seid ihr an News interessiert? Wollt ihr mit der App Geld verdienen? Liebt ihr Naturfotografien? Wollt ihr mit Freunden in Kontakt bleiben? Macht euch bewusst, was euer Nutzen von Instagram ist und schon entwickelt sich mehr Freude daran, weil es einen Sinn ergibt :)

4. Nehmt Social Media nicht zu ernst

Glaubt mir, das Leben ist schon ernst genug, sich durch eine virtuelle Bilderflut stressen zu lassen, ist vergeudete Energie. Wenn dich stresst, dass andere scheinbar ständig im Urlaub sind oder die neueste Designer-Tasche haben – vergiss nie: Es ist nicht alles Gold, was glänzt. Man weiß nie, was dahinter steckt und JEDER Mensch hat gute und schlechte Phasen, ein Privatleben, Probleme oder andere private Dinge, die ihn beschäftigen. Ich spreche da aus 100% eigener Erfahrung. Bloß teilt man diese Momente natürlich weniger öffentlich im Netz. Lasst euch nicht von all dem Schein und Sein blenden, denn letztendlich steckt hinter diesen toll wirkenden, perfekten Wallehaare-Fotos bei Instagram meistens ein inszeniertes Fotoshooting und nicht der perfekte Schnappschuss.

5. Zeit im Blick haben

Bei Instagram gibt es in den Einstellungen die Möglichkeit, ein Zeitfenster einzustellen. Wenn ihr sehr sehr viele Stunden am Tag durch den Feed scrollt und schon den Überblick verloren habt, WIE VIEL Zeit ihr tatsächlich damit verbringt, kann man sich einen Timer stellen. Nach zum Beispiel einer Stunde poppt dann eine Mitteilung bei Instagram auf, dass ihr diesen Zeitrahmen nun erreicht habt. So behält man einen besseren Überblick :) Ich werde mir diese Funktion die kommenden Tage ebenfalls aktivieren!

6. Sinnloses Scrollen vermeiden

Manchmal verhält es sich mit Instagram wie mit auf die Uhr schauen. Man hat nach einer Sekunde schon wieder vergessen, was man gesehen hat. Das bedeutet, dass man der Gewohnheit gefolgt ist und keine bewusste Entscheidung dahintersteht. Manchmal checkt man die App und stellt fest, es gibt nichts spannendes zu sehen. Und eine Minute später öffnet man sie schon wieder. Ja auch ich gehöre zu diesen Menschen. Letztendlich bringt einem Instagram in diesem Moment rein gar nichts. Dafür lieber ein paar Stunden gezielt verzichten und sich dann bewusst den Inhalten widmen. So nimmt man am Ende deutlich mehr Inspiration für sich mit :) Denn ihr wisst ja: ab und zu ist weniger mehr.

3 Kommentare

  1. Sebastian
    8. Juli 2019 / 12:03

    Stimmt absolut was du zu Insta sagst, toller Artikel! LG Seb

  2. 3. Juli 2019 / 7:45

    Der Beitrag ist echt toll und ich finde es super, dass du als Bloggerin Social Media kritisch gegenüber stehst. Besonders Instagram hat sich in den letzten Jahren nicht unbedingt ins Positive entwickelt. Guten Content zu finden ist gar nicht mehr so leicht und ich bezeichne dabei viel zu bearbeitete Glitzer-Fotos oder zusammen retuschierte Bilder nicht als guten Content. Daher entfloge ich regelmäßig Accounts. Digital Detox ist auf jeden Fall eine Sache, die wir viel öfter mal machen sollten.

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

  3. Hanna
    2. Juli 2019 / 16:13

    Liebe Nina,

    Ein super Beitrag mal wieder! Ich bin tatsächlich nach deinem Post im letzten (?) Jahr (mit den 300 Accounts) zu einer neuen Taktik übergegangen . Freunde, Familie und einige Influencer (wie Du z.B.) bleiben natürlich permanent. Anderen entfolge ich, wenn ich ein schlechtes Gefühl bekomme, folge dann manchmal zu einem späteren Zeitpunkt wieder, wenn sie ‚aufpoppen‘. Das ist eine zweite Chance, mancher besteht sie, mancher nicht :-D Außerdem folge ich nach meinen aktuellen Interessen – Interior, Reiseziele, Retepte… – entfolge dann aber auch, wenn das Thema bei mir persönlich in den Hintergrund rückt. Und tatsächlich nervt Instagram mittlerweile nur noch selten, und dann wird entfolgt.

    Liebe Grüße
    Hanna

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Nina Schwichtenberg Dior Suite Cannes

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