🎤 Blogcast #2: Über Schönheitsideale, OP-Wahn & schädlich falsche Maßstäbe

Fashiioncarpet Blogcast:

Über Schönheitsideale, OP-Wahn & falsche Maßstäbe in unserer Gesellschaft

*NEU: Der Fashiioncarpet Blogcast – Yay, diesen Artikel kannst du dir jetzt auch anhören*

Vor ein paar Jahren habe ich mich ganz bewusst dafür entschieden auf meinen Kanälen nicht nur über tolle Mode, hilfreiche Beautyprodukte oder schöne Reisen zu berichten. Fashiioncarpet ist mein Sprachrohr und immer auch ein Stück weit ein Auszug meiner Seele. Deswegen habe ich mich dafür entschieden, dass es hier hin und wieder auch um sehr persönliche Dinge gehen soll. Um Themen, die mich innerlich bewegen. Die tiefer gehen als Trends und Outfits. Um Themen, die vielleicht für Diskussionen sorgen und zum Nachdenken anregen. So wie heute.

Ich habe lange mit mir gerungen, ob ich das heutige Thema wirklich ansprechen soll. Und eines möchte ich gleich vorweg sagen: es geht hier heute nicht darum irgendwelche Menschen für ihre Entscheidung anzugreifen, jemanden zu verurteilen oder an den Pranger zu stellen. Ich möchte schlichtweg über eine für mich sehr erschreckende, gesellschaftliche Entwicklung sprechen. Schönheitsoperationen. Schönheitsoperationen in unserer Generation. Bei Menschen wie dir und mir. Jungen Frauen im Alter von Anfang bis Mitte zwanzig, die eigentlich vielleicht gerade mit die besten Jahre ihres Lebens haben sollten und für die kosmetische Eingriffe noch so weit weg sein sollten wie ihre Rente.

Und auch auf die Gefahr hin, dass ich mit diesem Blogcast bei einigen vielleicht einen wunden Punkt treffe und mich auf eine gewisse Art und Weise in die „Nesseln“ setze, möchte ich heute offen und ehrlich mit euch darüber sprechen. Jetzt könnte der ein oder andere denken: Hä, warum denn? Kann ihr doch egal sein.

Wenn nicht wir den Mund aufmachen dürfen, wer dann?

Nein, kann es mir nicht! Warum? Weil ich Teil dieser Generation bin. Teil dieser Gesellschaft. Weil ich täglich mitbekomme, wie sehr sich die Schönheitsideale in den letzten Jahren verändert und damit einher gehen auch der Druck auf uns alle verstärkt hat. Auch ich Momente habe in denen ich an mir zweifle und sehe, dass. plötzlich von A bis Z operierte Menschen wie Kylie Jenner neue Beauty-Standards setzen und ich das alles andere als ok finde. Ich möchte euch verdeutlichen, dass das was da draußen gerade Krankes abgeht, nicht die echte Welt ist. Nicht die echte Welt sein darf. Dass das nicht der neue Maßstab sein darf.

Als ich mich vor gut 10 Jahren dafür entschied, den Weg in die Mode- und Medienbranche einzuschlagen, habe ich mir im Vorfeld ehrlich gesagt so gar keine Gedanken darübergemacht, was das eigentlich für mich und mein Leben bedeuten würde. Ich hatte immer nur diese eine Vision, das eine Ziel vor Augen: Ich wollte Moderedakteurin werden.

Der ein oder andere wird sich vielleicht noch erinnern, als ich mit Anfang zwanzig aus einer Laune heraus der Blog gegründet habe, der meine Leidenschaft besonders für Mode noch einmal auf ein neues Level hob. 2012 fing ich mit süßen 21 Jahren also an Outfits für euch zu fotografieren und präsentierte mich als Person öffentlich im Internet. Der Unterschied zur Moderedakteurin liegt auf der Hand. Als Bloggerin stand plötzlich ich im Fokus. Meine Person. Mein Charakter. Und ja automatisch auch mein Äußeres. Ich war Fashiioncarpet. Es gab also kein Magazin, hinter dem ich mich verstecken konnte.

Ich bin damals echt super naiv und unvoreingenommen an die ganze Blogger- und Mediensache herangegangen. Über das Thema „sich, die eigene Person und sein Äußeres in der Öffentlichkeit präsentieren“ habe ich mir zu diesem Zeitpunkt wirklich gar keine Gedanken gemacht. Dass ich mir mit dem Blog indirekt einen gewissen Selbstdruck auferlegte, war mir 2012 überhaupt nicht bewusst. Dass ich nicht den gängigen Schönheitsidealen von 90-60-90 entsprach war mir bereits damals egal. Beim Bloggen ging es schließlich nie darum, das nächste Supermodel zu werden. Es ging und geht auch heute noch um so viel mehr. Zumindest für mich. Es geht darum nahbar zu sein. Ich möchte eine Freundin für euch sein. Jemand, dem ihr vertraut. Mit dem ihr Lachen könnt. Und der euch hier und da auch mal zum Nachdenken anregt. So wie vielleicht heute.

Der tägliche Druck perfekt sein zu müssen

Ja, Schönheit und Ästhetik gehören zu meinem Job – das kann ich nicht leugnen. Ganz krass gesagt sind sie sogar mein täglich Brot. All diese „Schönheiten“ und vermeintlich ‚perfekten Frauen’ strahlen auch mir Tag für Tag auf Social Media Plattformen entgegen. Weiße Zähne, Beine bis zum Himmel, Wespentaille und natürlich ein perfekt symmetrisches Gesicht in jeder Hinsicht. Ob ich mich deswegen unter Druck gesetzt fühle? Ja! Ab und zu mehr, ab und zu weniger. Immer dann versuche ich einen Moment für mich Inne zu halten und diese Dinge bewusst und differenziert zu sehen. Und dann? Dann erschrecke ich. Vor all den jungen Frauen, deren Gesicht 10-Jahre älter aussieht und dazu noch wie eines das ich schon 20x gesehen habe. Um den aktuellen und völlig absurden Schönheitsidealen zu entsprechen, müsste ich mir bspw. meine Lippen auf, meine Wanden unter und meine Cellulite wegspritzen lassen.

Und an dieser Stelle schreie ich jetzt einfach mal aus voller Überzeugung ganz laut NEIN! Verdammt, das ist nicht richtig. Ich habe mich ganz bewusst für mich und mein wahres Ich entschieden. Dafür was mir meine Mama und mein Papa mit auf den Weg gegeben habe. Aber soll ich euch was sagen? Ich hatte eine Phase in meinem Leben, da hab auch ich über eine Nase OP nachgedacht. Das war im Alter von 14 Jahren. Ja richtig gehört 14.

Ich fand meine Nase damals auf den Schulbildern hässlich. Zu breit. Zu groß und dachte mir damals: Nina, das lässt du später mal machen. Bei diesem Gedanken ist es Gott sei Dank geblieben. Warum? Weil sich erstens alles bis zu einem gewissen Alter noch zurecht wächst und verändert und ich meine Nase heute mag. Sie ist optisch identisch mit der Nase von meinem Papa zeigt mir, dass wir eine Familie sind. Zum anderen habe ich mich bewusst und aus Überzeugung für meine Individualität und gegen eine Allerwelts-Nase entschieden. Und das konnte ich auch dank euch. Denn auch durch meine Lesern habe ich gelernt, dass es nicht darum geht perfekt mit jeder Faser seines Körpers zu sein. Es geht am Ende um so viel mehr. Es geht um Persönlichkeit. Um Charakter. Um Echtheit. Und vor allem um innere Zufriedenheit.

Denn genau diese Zufriedenheit und Selbstliebe sind dafür verantwortlich, dass wir selbstbewusst sein können und zu uns und unserem Äußeren stehen. Egal was uns andere und vor allem die große, weite Welt da draußen meint uns vorgeben zu müssen. Aus meiner anfänglichen Naivität ist mit den Jahren eine Gelassenheit und Selbstsicherheit geworden. Und dafür bin ich heute unendlich dankbar. Mein Gott, ich möchte mir gar nicht vorstellen, wie es jüngeren Menschen da draußen ergeht. Wie es ist mit 14, 15, 16 Jahren in dieser Generation auswachsen zu müssen. Jungen Mädchen, die in ihrem Teenageralter ein völlig falsches Bild vorgelebt und vermittelt bekommen. Die einfach nicht differenzieren können was gesund und ungesund ist, sondern unreflektiert konsumieren und ihre Erwartungen und Maßstäbe an dem orientieren, was andere ihnen vorleben. Ein Fake Face. Geschaffen vom Doktor ihres Vertrauens.

Ich beobachte das jeden Tag. Ich sehe es. Habe erschreckenderweise in den letzten Monaten einen Blick dafür entwickelt, welches Nase echt und welche gemacht ist. Ich sag’s euch ganz ehrlich: noch vor gut einem Jahr war ich so naiv und dachte immer: Wow, wie wunderschön all diese Frauen sind. So perfekt. Man haben die alle ein Glück habe ich gedacht. Ich wäre niemals im Leben darauf gekommen, dass Frauen in meinem jungen Alter bereits zum Beauty Doc rennen und absolut schmerzbefreit an sich herum schnibbeln lassen. Ich dachte immer, dass das alles ganz weit weg von meiner Generation ist. Dass das alles echt ist.

Wenn ein „nichts“ dich schuldig fühlen lässt

Heute weiß ich: Alles Bullshit bzw. natürlich nicht alles, aber sehr vieles. Irgendwann wurden mir dann zwischen Häbchen und Maracujaschorle (ich mag ja keinen Champagner) die Augen geöffnet. Auf einem Event in kleinerer Runde fragte mich eine Frau (mit offensichtlicher Beauty-Op-Flatrate) was ich denn schon alles an mir habe machen lassen. Ich glaube mein Blick glich dem eines Autos und genau in diesem Moment fiel es mir wie Schuppen von den Augen und ich realisierte: Ok, wow. So tickt diese ekelhafte Welt also gerade. Skalpell und Narkose sind die neuen Contouringpinsel“. Auf ihre Frage antwortete ich ein leicht irritiertes „Nichts“ und bekam den selben, ungläubigen Auto Blick von ihr zurück. Damit war das Gespräch so schnell beendet wie es angefangen hatte und noch nie hatte sich ein ausgesprochenes „nichts“ so richtig und falsch zugleich angefühlt.

Auf der einen Seite war und bin ich so unfassbar stolz auf meinen 100% OP-freien Körper. Auf der anderen Seite gab mir die Lady das Gefühl, dass etwas mit mir nicht stimmte. Dass mein „nichts“ alles andere als akzeptabel war. Dass es nicht angehen konnte, dass ich in dieser Branche arbeite und mit Mitte/Ende 20 immer noch „natur pur bin“.

Immer mehr junge Frauen in meinem Alter haben sich in den letzten Monaten optisch so unfassbar doll angeglichen. Und das gefühlt nur, um genau diesem öffentlichen Schönheitsideal und den optisch auferlegten „Must-Haves“ der Gesellschaft zu entsprechen. Das Ergebnis: Model W sieht aus wie Instagramstar X und Influencer Y und wie Youtber Z.

Das Problem? Wir sind „Generation Selfie“ und wir leben ein Stück weit von gezielter Selbstinszenierung – die einen mehr die anderen weniger. Hier ein Selfie, da ein Foto. Wir sind eigentlich täglich mit uns selbst konfrontiert. Mit unserem äußeren Erscheinungsbild. Mit unseren vermeintlichen Makeln. Wir sind dem ständigen Druck von Perfektion und dem „ich muss auch so sein wie sie“ aufgesetzt. So doll, dass wir vergessen uns selbst lieben zu lernen. Uns Stärken genauso wie unsere Makel.

Also verdammt, wann sind OP-Termine so normal wie Friseurtermine geworden? Wann um alles in der Welt ist es passiert, dass Frauen in meinem Alter das Bedürfnis verspüren ihre nicht vorhandenen Falten weg spritzen zu lassen? Und wann ist es passiert, dass künstlich das neue „natürlich“ ist? Ja, in unserer heutigen Gesellschaft geht es oft um unser Äußeres. Um Schönheit. Perfektion. Natürlich ist es auch mir wichtig, dass ich mich in meiner Haut wohlfühle. Ich achte auch auf mich. Benutze Cremes, Öle und versuche das beste aus mir und meinem Äußerem herauszuholen. Da wird dann auch mal mit einem Instagram Filter geschummelt oder dick Concealer auf meine Augenringe geschmiert. Aber wie weit sollte man für sein äußeres Erscheinungsbild gehen? Wie weit soll das noch gehen?

Die wichtigste Liebe? Unsere Selbstliebe! 

Coco Chanel hat einmal gesagt: ,,Schönheit beginnt in dem Moment, in dem du anfängst du selbst zu sein.“ Aber ab wann ist man man selbst? Und was braucht es, um man selbst zu sein? Ich respektiere es vollkommen, wenn Menschen sich in ihrer Haut unwohl fühlen und etwas dagegen tun möchten. Wenn jemand unter gewissen Körperteilen oder Stellen leidet. Depressiv ist oder es das eigene Leben und die Lebensfreude dadurch einschränkt. Fair enough. Denn am Ende geht es darum, dass jeder das tut, womit es ihm am besten geht und womit er sich in seiner Haut wohl fühlt. Wenn eine OP dafür die Lösung zu sein scheint, dann ist das eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss und die ich absolut akzeptiere.

Was ich allerdings nicht gut heiße sind all diese gefühlten wahllos OP’s, Diese Art der Freizeitbeschäftigung, weil man gerade mal spontan mit irgendwas nur halbwegs zufrieden ist und der Doc um die Ecke noch nen Termin frei hatte. Die OP, die nicht der OP wegen gemacht wird, sondern aus der Bequemlichkeit und der Einfachheit heraus. Weil man es kann. Quasi die neue Nase to go – zwischen Meeting und Mittagspause. Ich weiß diese Worte sind hart, aber ich möchte euch heute von tiefstem Herzen zum Nachdenken anregen. Darüber, dass eine OP vielleicht auf den ersten Blick die einfachste Lösung, aber sicherlich nicht immer die beste ist.

Für mich persönlich braucht es dafür keine Stupsnase, keine vollen Lippen, keine prallen Wangen. Ich verabscheue es, dass sämtliche Schönheitsoperationen gefühlt zu einer Art Volkssport geworden sind. Nennt mich naiv, aber ich habe von Zuhause aus mitbekommen, dass Schönheit von innen kommt. Vom Charakter, von Stärke und Persönlichkeit und daran halte ich fest und möchte jeden Einzeln von euch heute daran erinnern. Ihr seid gut so wie ihr seid. Die Welt braucht Individuen. Die Welt braucht euch und eure Einzigartigkeit.

Ich wünsche mir, dass die Themen Schönheitsideale und OP’S von jedem von euch da draußen Reflexion erfahren. Denn das was unsere Generation gerade (auch durch Social Media) vermittelt bekommt ist falsch. Hört ihr: falsch! Und nicht nur das! Es ist gefährlich. Wir Blogger haben euch, unseren Lesern und Followern gegenüber meiner Meinung nach auch eine gewisse Verantwortung und für diese möchte ich heute eintreten. Genauso wie dafür, dass Schönheit nicht bedeutet, dass jeder die gleiche Nase und die gleiche Lippenfülle haben muss. Dass wir nicht alle aussehen müssen wie Kylie Jenner oder Bella Hadid. Schönheit besteht und besticht durch Besonderheit, durch Individualität und Einzigartigkeit. Durch Makel. Bitte vergesst das nicht und lasst euch durch äußere Einflüsse nicht verunsichern <3 Ich würde mir wünsche, dass wir alle versuchen uns wieder ein bisschen selbst zu mögen und unsere Individualität und Makel wieder mehr schätzen und lieben lernen. Ab heute. Ab sofort, ok?

10 Kommentare

  1. 21. Mai 2019 / 10:14

    Hallo Nina,
    das ist ein ganz wunderbarer Blogpost den du da geschrieben hast, mit einem so unglaublich wichtigen Thema. Sich operieren zu lassen, nur um irgendwelchen Schönheitsidealen zu entsprechen und in die Gesellschaft zu passen, hat nicht viel mit Selbstliebe zutun. Schon allein den Begriff „Schönheit“ bzw. ob jemand „schön ist“, liegt individuell im Auge des Betrachters. Zum Beispiel haben auch unzählige Umfragen bestätigt, dass ein Mensch nicht nur schön ist, wenn er irgendwelchen Idealen entspricht, sondern auch ein gesundes Selbstwertgefühl, Herzlichkeit, Natürlichkeit und Charisma besitzt. Denn dies strahlt ein Mensch auch aus.
    Daher halte ich es auch für keine gute Entwicklung, dass man lieber „Makel“ (selbstverständlich) operieren lässt, anstatt beginnt sich anzunehmen und wert zu schätzen so wie man ist.

    Ich würde mich freuen wenn du auch auf meinem Blog vorbei schaust <3 Ich habe vor kurzem ebenfalls einen Blogpost über das Thema "Innere und äußere Schönheit" geschrieben.

    https://look.academy/2019/04/19/innere-und-aeussere-schoenheit/

    Liebste Grüße, Alin

  2. 21. Mai 2019 / 9:35

    Bravo für deinen Mut und deine Ehrlichkeit!
    Ich bin mittlerweile schon over 40 und da wird es natürlich ganz krass, wenn man noch nichts hat machen lassen und als Blogger und in Social Media aktiv ist. Ich bin schon häufiger auf mein nicht „gemachtes“ Gesicht angesprochen worden, mit Adressen von tollen Chirurgen. Und ja: ich finde Augenringe und Falten auch nicht so klasse, weil sie eine Ahnung von der eigenen Sterblichkeit vermitteln.
    Was ich nicht verstehe ist, dass jeder gleich aussehen will mit Mitte 20…… Auf der anderen Seite fehlen vielleicht auch die Vorbilder, die Mitte 40 sind und euch 20 oder 30-somethings zeigen, dass man auch unperfekt schön und sexy sein kann.

    Liebe Grüße
    Claudia / http://www.claudinesroom.com

  3. Anonymous
    19. Mai 2019 / 11:48

    Danke für deine Antwort und natürlich hast du Recht. Ich wollte nur eben meine Sicht erzählen. Also die andere Seite. Aber hätte man mir mit Anfang zwanzig gesagt, dass ich diesen Schritt mal gehen werden, hätte ich das NIEMALS geglaubt 😜

    • FASHIIONCARPET
      Autor
      19. Mai 2019 / 11:50

      Und darüber freue ich mich, denn der Austausch ist einfach super wichtig und liegt mir sehr am Herzen.
      Daher Danke dafür :) <3

  4. 19. Mai 2019 / 10:37

    Sehr schöner & ehrlicher Blogbeitrag liebe Nina!🙏🏽xx Laura

  5. Christina
    19. Mai 2019 / 9:41

    Ein richtig schöner Beitrag, ich stimme dir in allem zu und bewundere, wie du deine Meinung als eine Art Vorbild vorträgst. Weiter so Nina! :-)

  6. Kristina
    19. Mai 2019 / 9:25

    Liebe Nina,
    Ein ganz toller Beitrag! Ich stimme dir zu 100% zu und ich bin froh, dass du nichts hast machen lassen, ich finde dich nämlich wunderschön. Ich folge dir schon von Anfang an und du hast dir deinen Erfolg selbst erarbeitet und sowas von verdient! Dabei warst du immer authentisch und sympathisch und das macht dich so besonders! Mach weiter so, es ist so toll zu sehen, wie weit du schon gekommen bist!
    LG Kristina

  7. Sonja Hummel
    19. Mai 2019 / 8:50

    Liebe Nina,

    Das Beste, was ich seit Langem gehört habe! Auch mir fiel erst vor nicht allzu langer Zeit auf, dass OPs immer normaler werden, erschreckend! Schön, dass du dir deiner Vorbildfunktion bewusst bist und auch dementsprechend solche Dinge thematisierst.
    Weiter so!
    Liebe Grüße :)

  8. Rebecca P.
    19. Mai 2019 / 8:47

    Hallo, prinzipiell stimmt das was du sagst natürlich. Dennoch gibt es da auch eine andere Seite. Nämlich die, bei der es NICHT darum geht, nach maximalem Perfektionismus zu streben. Sondern den Blick in den Spiegel ertragen zu können. Ich weiß wovon ich rede, denn ich bin eine davon, die den Schritt (und das auf keinen Fall und voreilig sondern nach langem hin und her, Tränen Zweifel und Gespräche!) Zum Chirurgen gegangen ist. Weißt du wie es ist, dein Leben lang null Brust zu haben? So dass dir nicht mal die kleinste BH Größe
    im H&M passt? Ich kam damit immer irgendwie klar, fand das zwar immer doof, aber konnte das so nehmen. Als ich dann allerdings vier Kinder voll gestillt hatte (darunter Zwillinge) war wirklich NICHTS mehr übrig. Ich wollte mich gerne wieder weiblich und schön und begehrenswert fühlen. Mein Mann hat definitiv keine Brust OP gewollt/gebraucht, denn er liebte mich so wie ich bin. Aber ICH habe es gebraucht. Ich wollte so gerne wieder ein b Körbchen tragen und es zumindest wieder wie davor haben wollen. Kein Atombusen. Einfach wieder einen BH anziehen können. Und das war nichts, was ich selbst beeinflussen konnte. Denn da bin ich absolut bei dir. Nur aus Faulheit zum Chirurgen gehen, das geht gar nicht.
    Mir geht es seit der OP sooo viel besser. Und niemandem, wirklich niemandem fällt es überhaupt auf. Also die die es nicht wissen.
    Es gibt die Seite die du beschreibst. Keine Frage. Aber es gibt eben auch eine andere Seite. Nämlich die, die sich selbst hassen und schämen für ihr Aussehen, weil sich vielleicht ihr Nase nicht an das Gesicht angleicht mit der Zeit. Und Hand aufs ❤️. Deine Nase ist wunderschön. Eine Freundin von mir wurde durch ihre Nase regelrecht entstellt. Sie hatte auch eine Korrektur und er geht ihr seitdem wunderbar. Ich will das auch nicht nur schön reden. Denn logischerweise heilt eine OP keine seelischen Probleme oder macht einen zu einem neuen und besseren Mensch. Aber in manchen Fällen ist es ganz wunderbar, dass es so etwas gibt. Zb für so Menschen wie mich und meine Freundin.
    Herzliche Grüße, Rebecca P.

    • FASHIIONCARPET
      Autor
      19. Mai 2019 / 11:36

      Liebe Rebecca,
      zunächst einmal ganz lieben Dank für deinen Mut, deine Geschichte mit mir/uns zu teilen. Ich verstehe deine Sicht und wie auch in meinem Blogcast / Text gesagt, habe ich Verständnis dafür, wenn jemand mit etwas so unglücklich an seinem Körper ist, dass es die eigene, persönliche Lebensqualität einschränkt und man es deswegen machen lässt. Um diese Art von Schönheits-Op geht es mir wie gesagt nicht. Mir geht es um diese „Bequemlichkeits-Operationen“, die leider in den meistens Fällen (so scheint es mir zumindest) alles andere als lange überlegt und mental vorbereitet sind. Um Eingriffe, die einzig und alleine aus dem gesellschaftlichen Druck und dem aktuellen Schönheitsideal einer Generation heraus gemacht werden. Jeder Mensch hat Stellen an seinem Körper, die er nicht mag oder die er als nicht „perfekt“ ansieht – auch ich habe die – keine Frage. Aber am Ende steht die Akzeptanz für meinen Körper mit all seinen Stärken und Makeln über dem eines absolut nicht gesunden „Schönheitsideal“ in meiner Generation. Ich wünsche mir einfach, dass wir alle wieder deutlich bewusster reflektieren, hinterfragen und nicht vorschnell handeln. Außerdem finde ich es gut, wenn man offen und ehrlich über Eingriffe spricht. So schafft man Transparenz und nimmt jungen Teenies die Illusion, dass wir alle scheinbar perfekt und makellos in diese Welt hinein geboren wurde – was einfach der nicht Wahrheit entspricht. Wir alle sollten in Zukunft wieder mehr Zeit und Geduld in unsere Selbstliebe und die eigene Anerkennung stecken, denn das ist es, die uns am Ende glücklich macht.

      Liebe Grüße und es freut mich sehr, dass es dir nach deiner OP wieder besser geht und es für dich die richtige Entscheidung war :)
      Nina

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