Book Review: „Evil Bitches“

Meine Lieben,
heute gibt es mal ein bisschen was intellektuelles – naja soweit die oberflächliche Modewelt intellektuell sein kann. Ich bin wirklich keine Leseratte und mehr die Frau der Worte und zwar derer, die aus meinem Mund kommen. Als mich jedoch die liebe Anna Dogadkina anschrieb und mich fragte, ob ich ihr Buch ,,Evil Bitches“ probelesen möchte, stand für mich, nach dem Durchlesen der Inhaltsangabe, fest: JA, ich will und wie ich will. Denn bei ein paar auf Papier gedruckten Buchstaben mache ich eine Ausnahme. Nämlich dann, wenn die Inhalte aus Wörtern wie Fashion, Schuhe, Shoppen, Klatsch und Tratsch oder ähnlichem bestehen.

Das Buch ,,Evil Bitches“ geht um den knallharten Redaktionsalltag einer Moderedakteurin bei einem der leserstärksten Modemagazine Deutschlands. Die Hauptfigur Candy (angelehnt an Anna selbst) beschreibt mit viel Witz, Charme und einer gehörigen Portion Abgeklärtheit ihr Jahr als Evil Bitch in der Redaktion und gewährt uns einen unverblümten Einblick in die Welt einer jungen Moderedakteurin. Dass in der Redaktion alle auf Dauerdiät und 14cm hohe High Heels Minimum im Büro sind, stellen bei bissigen Arbeitskolleginnen, die sich gegenseitig in die Pfanne hauen und einer Chefin, die unberechenbar ist, das geringere Übel dar. DSC_9223

Mir persönlich hat das Buch super gut gefallen. Sogar so gut, dass ich es innerhalb von nur zwei Tagen verschlungen habe. An dieser Stelle Schande über mein Haupt, dass ich meine Bachelorarbeit vernachlässigt habe. Aber das Buch hat mich gefesselt, was vielleicht auch daran gelegen haben könnte, dass ich einige Gemeinsamkeiten mit dem Charakter Candy entdeckt habe. So können wir beide nicht ohne unsere Mama, lieben Schuhe und Schokolade über alles und haben unsere Erfüllung in der Mode und tollen Kleidungsstücken gefunden (einige mögen das vielleicht engstirnig finden, aber da wo die Liebe nunmal hinfällt…).

Ich würde von mir behaupten, dass ich relativ realistisch bin und mir die Oberflächlichkeit der Modewelt durchaus bewusst ist, da ich mich seit Jahren mit ihr und meinem Jobwunsch als Mode- und Lifestylejournalistin beschäftigte. Was Anna in dem Buch beschreibt hat aber selbst meine Vorstellungen übertroffen und ich habe so einige Erkenntnisse gewonnen. Dabei bin ich mir noch nicht so ganz sicher, ob ich diese schlichtweg erschütternd finden oder einfach mit einer gewissen Portion Humor und als Vorbereitung für mein Berufsleben nehmen soll. Hmm, diese Entscheidung vertage ich einfach noch ein bisschen…

Meine (mehr oder weniger ernst gemeinten) Erkenntnisse aus dem Buch:
1. Als Moderedakteurin sollte man auf jeden Fall trinkfest sein und sich für das zweite Leben, neben all den zahlreichen Schuhkäufen, auf jeden Fall schon einmal eine Ersatzleber bestellen.
2. Als Moderedakteurin sollte man sich schleunigst ein dickes Fell zulegen, oder sollte ich besser sagen einen dicken Pelz von Hermès?!
3. Als Moderedakteurin sollte der Atem mindestens genau so lang sein, wie die Beine der Models aus den Fotostrecken
4. Als Moderedakteurin (und natürlich auch sonst!) sollte man liebe Menschen um sich haben, die unterstützend hinter einem stehen
5. Doch die wohl wichtigste Erkenntnis: Nicht jedes Kleidungsstück passt immer zu einem und kann mal kneifen – heißt: Auch als Moderedakteurin ist und bleibt man nur ein Mensch, der sich und sein Wohlbefinden nicht hinter Kleiderstangen und Schuhregalen anstellen sollte.

4 Kommentare

  1. Pingback: Evil Bitches- Einblick in die Redaktionswelt der Modezeitschriften - Sportliche Damenmode
  2. Anonymous
    6. April 2013 / 22:41

    Hallo Nina,
    na das hört sich aber alles seeehr nach „der Teufel trägt Prada“ an…..wenn´s da mal keine Probleme für die Autorin gibt-ansonsten sicher eine nette Lektüre für Mode-affine-Mädels!
    Liebe Grüße
    pepe

    • 8. April 2013 / 10:48

      Hallo Pepe,
      das Buch beruht auf wahren Geschichten, die die Autorin selber als Redakteurin bei dem Magazin erlebt hat. Dass das Business offensichtlich näher dran an ,,Der Teufel trägt Prada“ ist als viele denken, ist zwar irgendwo erschreckend, aber auch sehr interessant. Und für Leute, die in das Business wollen (mich eingeschlossen) sicherlich sehr aufschlussreich und vielleicht auch eine kleine Vorbereitung ;)
      Liebe Grüße
      Nina

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