5 wichtige Dinge, die man über das Coachella Festival wissen muss!

Coachella Erfahrungsbericht

Das Coachella Festival:
Die wichtigsten Dinge, die man über das Fest unter Palmen wissen muss!

– ein Erfahrungsbericht –

Alles fake. Alles inszeniert. Nur für Social Media. Dem Coachella Festival eilt bei vielen mittlerweile ein eher unschöner Ruf mit fadem Beigeschmack voraus. Ich war am Wochenende das erste Mal auf dem Festival unter Palmen und habe all meine persönlichen Eindrücke, euren Fragen, Preise und die überraschendsten Infos für euch gebündelt. Zeit mal mit ein paar Vorurteilen aufzuräumen…

Coachella Festival Gelände

1. Der Coachella Ticketkauf und Preise

Der offizielle Ticketverkauf für das Coachella Festival startet immer im Januar. Es gibt zwei offizielle  Ticket Kategorien, die man erwerben kann: das „normale Ticket“ und das „VIP Ticket„. Hier kommt ihr zur Ticket Sale Seite. Die Tickets sind immer wahnsinnig schnell ausverkauft. Ihr müsst hier also extrem schnell sein oder könnt euer Glück später bei Wiederverkaufsbörsen versuchen. Aber Achtung: hier zahlt man in der Regel dann beim Preis ordentlich drauf.


Die Coachella Ticket-Optionen

  • Für $430 bekommt man das normale Coachella Ticket. Damit hast du Freitag, Samstag und Sonntag Zugang zum Festival sowie zum öffentlichen Parkplatz. Die ist das „kleinste“ Paket was man kaufen kann.

  • Für $509 Dollar bekommst du zum normalen Ticket anstelle des Parkplatzes das Bus Ticket für den Coachella Shuttle an allen drei Tagen.

  • Für $999 gibt es das VIP Ticket. Der einzige Unterschied zum normalen Ticket ist, dass du Zugang zur gesonderten VIP Area auf dem Gelände hast. Dort findet man eine bessere Auswahl an Essen, hat Sitzgelegenheiten und Zelte. Mit ein bisschen Glück sieht man dort auch den ein oder andere Promi. Über den Tag hinweg ist es dort zudem meistens etwas leerer und entspannter. Allerdings füllt sich auch die VIP Area zum Abend, sodass es dann noch weniger Unterschied macht.


Alle Tickets gelten immer nur für eines der beiden Wochenenden. Man muss sich also im Vorfeld entscheiden, ob man am ersten oder am zweiten Wochenende hingehen möchte und dafür dann das passende Ticket kaufen. An den offiziell gelisteten Musik Acts ändert sich nichts mehr. Diese performen sowohl am ersten als auch am zweiten Wochenende.

Special: Allerdings kommt es jedes Jahr vor, dass Überraschungs-Acts auftauchen, von denen man vorher nichts weiß. Letztes Jahr war es 50 Cent bei Eminem. Dieses Jahr war es Gomez und Cardi B bei DJ Shake, Katy Perry bei Sedd sowie Nicki Minaj und Nsync bei Ariana Grande. Außerdem wurde ein paar Tage vor dem Start des diesjährigen Coachella Festivals bekannt gegeben, dass Kayne West am zweiten Wochenende kommt. Wie werden ihn demnach leider nicht sehen, da wir eben nur das erste Wochenende dort waren. Ein paar Überraschungen und eine Portion Glück ist also auch immer mit dabei.

Meine Coachella Ticket Empfehlung: Meiner Meinung nach reicht ein „normales“ Ticket aus. Klar der VIP Bereich ist nett und vielleicht hier und da auch etwas schöner, wenn man mal im Schatten sitzen mag oder so. Allerdings ist es meiner Meinung nach nicht den doppelten Preis wert.
Coachella Festival Gelände

 

Coachella Erfahrungsbericht

2. Das Coachella Festival Gelände

Ich dachte ja im Vorfeld, dass das Coachella Festival in Palm Springs und mitten in der Wüste ist. Dem ist nicht so. Das Festival ist in Indio, ca. 30 Minuten mit dem Auto von Palm Springs entfernt. Schauplatz ist ein riesig großer Polo-Club mit Rasenfläche, der einmal im Jahr seine Tore öffnet und das unfassbar große Gelände für das weltbekannte Festival zur Verfügung stellt.

Es gibt mehrere, unterschiedliche Parkplatz Areale falls man mit dem Auto kommt. Von dort läuft man noch einmal 10-15 Minuten zum Gelände. Viele lassen sich aber auch mit einem Taxi oder Uber am Gelände absetzen. Dies hat zwar den Vorteil, dass man keinen Parkplatz braucht, allerdings kann es abends, wenn man wieder nach Hause will, aufgrund des Traffics schon mal Stunden dauern.

Die unterschiedlichen Coachella Festival Areale

Das Festival Gelände selbst ist in verschiedene Areale unterteilt. Es gibt zum einen das Hauptgelände, welches für alle zugänglich ist – egal welches Festival Ticket ihr gekauft habt. Dort befinden sich auch alle Bühnen, sodass ihr auf jeden Fall alle Konzert anschauen könnt. Außerdem gibt es sogenannte 2 bis 3 „Beer Zones“ auf dem Hauptareal, in denen Alkohol ausgeschenkt und konsumiert werden darf. Hierfür braucht ihr ein extra Bändchen, welches ihr auf dem Gelände bekommt, in dem ihr einen ID-Check macht und nachweist, dass ihr mindestens 21 Jahre alt seid. Auf dem Rest des Geländes ist Alkohol nicht erlaubt, was typisch amerikanisch ist.

Solltet ihr ein VIP Ticket gekauft haben, habt ihr zudem Zugang zur VIP Area. Diese ist noch einmal abgetrennt vom Hauptgelände. Allerdings längst nicht so exklusiv, wie der Name vielleicht vermuten lässt. Das VIP Areal ist ebenfalls relativ groß und unterscheidet sich vom „öffentlichen Hauptgelände“ eigentlich nur dadurch, dass es etwas mehr und bessere (bzw. ausgefallenere) Essensmöglichkeiten gibt, man Zelte hat unter denen man etwas Schatten findet und Manie größere Chance hat Stars und Promis zu sehen. Ansonsten empfand ich die VIP Area ehrlich gesagt nicht revolutionär anders als das öffentliche Hauptareal.

pic by coachella.com

Toiletten, Sauberkeit und Sicherheit

Das komplette Festival Gelände ist allgemein sehr sauber, es stehen an fast allen Ecken Mülleimer und es sind auch durchgängig Menschen unterwegs, die herumliegenden Müll einsammeln. So oder so hatte ich den Eindruck, dass die Menschen sehr rücksichtsvoll sind und zum größten Teil auch selbst auf ihren Müll achten. Auf dem Festival Gelände gibt es Dixi Klos (sowohl auf dem Hauptgelände als auch im VIP Bereich), welche „optisch ansprechend“ in das Festival Gelände integriert und sauber sind.

Zum Thema Sicherheit kann ich sagen, dass es „normale“ Kontrollen mit Scanner gibt bevor man das Gelände betritt. Man muss seine Wertsachen ablegen und angucken lassen, ansonsten läuft aber alles super human und friedlich ab. Eigenes Essen und Trinken darf man nicht mit auf das Festival Gelände nehmen. Genauso wie Drohnen, größere Spiegelreflex Kameras und Selfie Stricks nicht erlaubt sind. Ich habe drinnen allerdings einige Menschen mit „größeren“ Kameras gesehen. Patrick hatte bspw. seine Leica dabei und damit absolut gar keine Probleme bei der Sicherheitskontrolle. Kleine Kameras sollten also kein Problem sind. Schwierig wird es, wenn ihr mit einem ganzen Equipment Koffer ankommt.

Essen, Stände und Attraktionen

Auf dem gesamten Festival Gelände gibt es mehrere Stände mit Essen und Trinken. Von Burger über Pizza, bis Thai, Ofenkartoffeln oder Acai Bowls findet man hier so ziemlich für jeden Geschmack etwas. Alkoholfreie Getränke gibt es sowohl auf der Hauptfläche als auch im VIP Bereich. Bier und andere alkoholische Getränke gibt es wie oben schon angedeutet nur in den „Beer Zones“ mit extra Bändchen und diese dürfen das Areal auch nicht verlassen.

Ebenfalls sehr beliebt ist der Merchandise Stand, wo man Hoodies, Shirts und andere Werbeartikel vom Coachella kaufen kann. Hier war am ersten Tag so eine lange Schlange, dass wir nicht mal einen Blick rein werfen konnte. Hier solltet ihr also entweder viel Zeit zum Anstehen mitbringen oder aber zu keiner der Stoßzeiten gehen.

Da das Festival Gelände riesig ist, findet man auch mehrere Attraktionen in Form von verschiedenen, riesig großen Kunstwerken, die auf den Rasenflächen verteilte stehen. Das bekannteste ist natürlich das Riesenrad (welches in real life ehrlich gesagt nicht annähernd so spektakulär ist wie auf all den Instagram Bildern). Daneben gibt es jedes Jahr wieder neue, andere Attraktionen, die die Grünfläche verschönern. Diese sind super cool und bieten gerade für Bilder tolle Möglichkeiten.

Coachella Festival GeländeCoachella ErfahrungsberichtCoachella Festival Gelände

 

3. Coachella Outfits & Dresscode

Top gestylte Leute, die krassesten Kleider, ausgefallenes Make-Up, die schönsten Frisuren, Glitzer und jede Menge „WOW-Looks“ – so sah meine Erwartungshaltung der Coachella Looks aus. Hervorgerufen durch all das, was ich vorher auf Instagram gesehen hatte. Alles Bullshit! Wenn ich eines am ersten Tag für mich gelernt habe, dann dass das Coachella so viel cooler, vielseitiger und entspannter ist als alles, was man im Internet und besonders auf Social Media sieht!

Zum Thema Outfits: es gibt keinen Dresscode! Jeder trägt das wonach ihm ist. Im Falle der Amerikaner ist das in der Tat meistens sehr wenig. Ich habe selten so viele nackte Hintern von Frauen gesehen – getreu dem Motto „weniger ist mehr“. Durchsichtige Netzkleider waren DER Coachella Outfit Trend 2019. Einige trugen wiederum nur einen Bikini, andere lange Hosen, Shorts oder Kleider.

Es gab wirklich alles zu sehen und genau das war das wunderbare! Niemand ließ sich in eine Schublade stecken und eines kann und möchte ich euch auf den Weg geben: sich im Vorfeld Stress wegen seines Coachella Outfits zu machen ist absolut unnötig und unbegründet! Kommt so wie ihr wollt, tragt das worin ihr euch wohl fühlt. Euch wird niemand schief angucken, egal was ihr tragt. Alles kann nichts muss!

Mein persönlicher Outfit-Tipp: luftige und sommerliche Sachen wie Tops, Röcke und Shorts. Tagsüber wird es bis zu 35 Grad. Sonnencreme ist also ebenfalls Pflicht. Sobald die Sonne allerdings gegen 19 Uhr untergegangen ist, wird es richtig frisch. Daher unbedingt eine Jacke mitnehmen, die man überwerfen kann. Ansonsten: bequeme Schuhe! Das Gelände ist riesig und man legt die ein oder andere Strecke zurück. Außerdem lässt es sich in flachen Schuhe deutlich besser tanzen.

Coachella Erfahrungsbericht

 

Coachella Erfahrungsbericht

4. Leute, Stimmung & Musik auf dem Coachella Festival

Um ehrlich zu sein bin ich mit ziemlichen Vorurteilen zum Coachella Festival gefahren und hatte mich auf die schlimmsten Klischees eingestellt. In diesem Punkt muss ich mir jedoch selbst eingestehen, dass ich mich fälschlicherweise zu sehr dazu habe hinreißen lassen, über Dinge zu urteilen, obwohl ich gar keine Grundlage dazu hatte. Man sollt sich niemals durch das Internet oder Social Media dazu verleiten lassen allumfassend über Dinge zu urteilen, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Denn ich wurde eines besseren belehrt!

Stimmung & Atmosphäre 

Die Stimmung, die Location und die gesamte Atmosphäre auf dem Coachella ist einfach mega. Ich habe selten so viele gut gelaunte Menschen auf einem Haufen gesehen. Nicht zuletzt sorgen die Sonne und das unfassbar gute Wetter dafür, dass jeder ausgelassen ist, Spaß hat und das Leben auf seine ganz eigene Art und Weise genießt. Die Leute lachen, haben Spaß und einfach eine unfassbar gute Zeit.

Eine der meist gestellten Fragen von euch war, ob auf dem Coachella Festival nur Influencer und Stars sind, die eine Social Media Show abziehen und sich einzig und alleine aus Prestigegründen dort zeigen. Um ehrlich zu sein habe ich mich genau das im Vorfeld auch gefragt und kann diese Frage nach 3 Tagen Coachella Festival mit einem lauten und klaren „NEIN“ beantworten. Das Festival ist voll von „normalen“ Menschen, die wegen der Musik, der Stimmung und dem Erlebnis selbst dort sind. Das Image, welches das Coachella Festival durch Social Media inne hat, ist schlicht und ergreifend falsch bzw. wird der Realität nicht annähernd gerecht! Die Menschen pilgern von Bühne zu Bühne, suchen sich die Acts aus, die für sie spannend sind und feiern die Künstler genauso so wie sie es verdient haben.

Das Künstler Line-Up

Das Künstler Line-Up ist jedes Jahr ein anderes. Fakt ist: auf dem Coachella Festival gibt sich die A-Liga der Musikstars die Klinke in die Hand. ACDC, Lady Gaga, Beyonce, Kygo, Cardi B, Selena Gomez, David Guetta, The Weekend und viele mehr waren bereits dort und die Liste liest sich nicht nur wie das Who ist Who – sie ist es.

Allerdings muss ich sagen, dass ich das Line-Up dieses Jahr für mich persönlich nicht soooo gut fand. Ich glaube, wenn man 2018 auf dem Coachella war konnte man das Non Plus Ultra mit Beyonce, Eminem und 50 Cent erleben. Dieses Jahr waren für mich persönlich nicht soooo viele spannende Künstler dort, aber das hängt am Ende ja auch immer komplett von jedem selbst und dem jeweiligen Musikgeschmack ab. Ein Erlebnis ist es trotzdem allemal.

Das Publikum

Das Publikum ist im Durchschnitt eher jung (18-30 Jahre), allerdings findet man auch Eltern mit Kindern, Ü50er oder Mamas mit ihren Töchtern auf dem Coachella Festival. Ähnlich wie bei den Outfits findet man hier alles und jeden :) Nicht zuletzt deswegen, weil die unterschiedlichsten Arten von Musik geboten werden und eigentlich für jeden etwas dabei ist. Außerdem hat man durchaus die Chance in Stars wie Gigi Hadid, die Beckhams oder Victoria Secret Models reinzustolpern. 

Drogen und Alkohol 

Ein paar Fragen kamen auch zum Thema Drogen: da ich selbst absolut gar keine Berührungspunkte mit diesem Thema habe und nicht mal Alkohol trinke, kann ich dies nur als Außenstehender beurteilen. Was man wissen sollte: in California ist Canabis (in gewisser Art und Weise) seit 2018 legal und das merkt man auf dem Festival schon. Wir waren eigentlich fast durchgängig von irgendwelchen Gras-Wolken umgeben ;) Eigentlich absurd, wenn man bedenkt, dass Alkohol wiederum nur in den abgesperrten Zonen getrunken werden darf. Wir haben in den drei Tagen allerdings nicht einen Komplett-Ausfall gesehen. Im Gegenteil, trotz der krassen Menschenmassen war alles immer super ruhig, friedlich und harmonisch unter den Menschen.

Coachella ErfahrungsberichtCoachella Festival Gelände

 

Palm Springs Sonnenuntergang

5. Kostenübersicht für ein Coachella Wochenende

So viel gleich vorweg: ein Wochenende auf dem Coachella Festival zu verbringen ist teuer – sehr teuer! Nicht nur, dass man die Tickets (siehe Punkt 1) kaufen muss, auch kommen einige andere Kostenpunkte auf einen zu, die aufgrund des Coachella Wochenendes deutlich höher ausfallen können als sonst.

Flüge

Los geht es natürlich mit den Flügen, welche im Durchschnitt zwischen 500€ und 1000€ pro Person von Deutschland aus kosten. Die meisten fliegen dann direkt nach LA. Solltet ihr allerdings im Vorfeld nicht unbedingt Zeit ins Los Angeles verbringen wollen, würde ich euch raten direkt nach Palm Springs zu fliegen. Zum einen seit ihr so direkt dichter am Festival und müsst außerdem nicht noch mit dem Auto von LA nach Palm Springs oder nach Indio fahren. Je nachdem wann ihr von LA aus anreist, herrscht nämlich der schlimmste Coachella Traffic auf den Straßen, sodass man für die eigentlich 2-stündige Autotour auch gut und gerne das doppelte brauchen kann.

Mietwagen

Womit wir beim nächsten Kostenpunkt wären: ein Auto. Wenn ihr in LA landet, braucht ihr eigentlich eines. Ansonsten müsst ihr selbst entscheiden, ob ihr ein Mietwagen benötigt oder nicht. Allerdings sind die Entfernung sowohl in Palm Springs als auch in Indio sehr weit, wie eigentlich überall in Amerika. Fußgänger sieht man hier selten. Hinzukommt die Hitze, bei der man vielleicht auch nicht unbedingt immer zu Fuß unterwegs sein möchte. Die Alternative zu einem eigenen Mietwagen (ca. 250€ bis 350€ + Benzin) ist Uber oder Taxi. Uber ist in Amerika verhältnismäßig günstig, allerdings ist man damit auch weniger flexibel.

Als Alternative gibt es noch ein Bus Ticket für $80. Damit könnt ihr den Coachella Bus Shuttle nutzen, dieser fährt von allen großen Hotels bis zum Eingang des Festival Geländes.

Hotel

Hotels sind über das Coachella Wochenende unverschämt teuer! Hier müsst ihr mit Preisen von ca. 400€ die Nacht rechnen. Ein Doppelzimmer mit einem Freund oder einer Freundin zu teilen macht da also mehr als Sinn, zumal man ja eh nicht alleine aufs Festival geht ;) Eine Alternative ist hier ein Apartment für mehrere zu mieten. Meistens sind die Kosten dann am Ende etwas geringer, da die Unterkünfte mit steigender qm-Größe meistens verhältnismäßig günstiger pro Person werden. Vom Standort würde ich euch entweder Palm Springs oder Indio direkt empfehlen. 

Verpflegung & andere Kosten

Last but not least der Punkt, der am Ende meistens für den größten Überraschungseffekt sorgt. Kosten für Essen, Trinken und andere Aktivitäten. Die Preise auf dem Coachella Festival sind sportlich. Wasser bekommt man für faire $2, aber alles andere ist schon echt teuer. Eine frische Kokosnuss kostet $8, eine Acai Bowl $14, eine Dose Red Bull $6, eine wirklich kleine Pizza $15 und ein Burger $22. Hinzu kommen überall Steuern und Trinkgeld, auf welches die Amis selbst bei Festival Ständen mit langen Schlangen bestehen. Hier entstehen also auch noch einmal Kosten. Pro Festival Tag kann man im Durchschnitt (!) zwischen $50 bis $80 für Essen und Trinken pro Person rechnen. Zahlen könnt ihr auf dem Gelände mit Bargeld oder Kreditkarte.

 

Mein persönliches Fazit zum Coachella Festival

Also: Lohnt sich das Coachella? JA! Und ich muss gestehen, dass ich selbst nicht gedacht hätte, dass ich das nach meinem ersten Coachella Festival sagen werden. Mich haben die drei Tage auf dem Festival vor allem eines gelehrt: Das Internet und Social Media vermitteln nie (!) das komplette Bild von etwas. Sie zeigen nur Ausschnitte und Perspektiven einzelner Personen. Fakt ist: Social Media wird dem echten Coachella nicht im Ansatz gerecht. Ich finde es sogar eher schade und schlimm, welchen falschen Eindruck man als Außenstehender durch all die pastellfarbenen Riesenradbilder bekommt, denn diese repräsentieren wenn überhaupt nur 0,1 % dieses tollen Festivals.

Mir ist an keinem einzigen der drei Tage etwas Negatives aufgefallen. Keine Menschengruppen, die künstlich vor dem Riesenrad posiert haben. Keine aufdringlichen Paparazzi Menschentrauben, keine Gewalt, keine Aggression. Jeder hat einfach sein Ding gemacht und dabei unheimlich viel Spaß gehabt.

Und für wen lohnt sich das Coachella Festival?

Für alle die gerne Spaß haben, gute Musik hören, Freude an großen und internationalen Musikstars haben, ausgelassen unter Palmen und Sonne feiern mögen und einfach eine gute Zeit haben. Das Coachella Festival lässt alles zusammenkommen: Altersklassen, Kulturen, Sprachen, Geschlechter und Geschmäcker. Und das auf eine unfassbar schöne, stylische und charmante Art.

Reise-Tipp: Das Coachella Festival ist definitiv kein billiger Spaß. Solltet ihr also „nur“ für das Festival hinfliegen schaut, dass ihr euch sinnvoll organisiert und rechtzeitig plant und die Kosten im Blick habt. Ansonsten bietet es sich immer super gut an den Festival Besuch mit einem Los Angeles oder allgemeinen Kalifornien Urlaub zu verbinden. Viele hängen vorher oder nachher noch eine Woche LA dran. Klar, das kostet auch, allerdings lohnt sich dann auch der teure Flug schon wieder deutlich mehr.

Coachella Infos und Fakten

9 Kommentare

  1. Nicole
    15. April 2019 / 22:42

    Super interessanter Beitrag!
    Hat mich schon immer interessiert wie es tatsächlich hinter den Kulissen ausschaut :))

    Danke für deine ausführliche Beschreibung.

    Alles Liebe

    http://www.nicolevalek.com

  2. 15. April 2019 / 18:59

    Liebe Nina,

    vielen lieben Dank für diesen tollen, ehrlichen und ausführlichen Bericht, so bekommt man direkt ein ganz anderes Bild vermittelt.
    Und schönzu hören, dass es euch trotz der Vorurteile so gut gefallen hat 😊

    Liebe Grüße

  3. 15. April 2019 / 16:12

    Liebe Nina,

    super Beitrag! Finde es toll, dass du so viele Informationen zusammengefasst hast. Das ist auf jeden Fall hilfreich, wenn man ans Festival gehen möchte.
    Die Bilder sind auch wie immer hammer. :)

    Grüsse
    Leonie

  4. 15. April 2019 / 13:23

    Danke dir für diesen tollen Bericht, der endlich mal ein etwas anderes Licht auf das so gehypte Festival wirft. Bisher kennt man Coachella eigentlich nur als Event bei dem es um das Sehen und Gesehen werden geht. Dank Instagram kennt man eben nur die super inszenierte Seite und weiß nur, dass so ein Wochenende dort extrem teuer ist. Finde es super, dass man durch einen Bericht mal einen Eindruck vom Festival bekommt.

    Liebe Grüße, Milli
    (https://www.millilovesfashion.de)

  5. 15. April 2019 / 12:43

    Toller Beitrag, ich stimme allem komplett so zu! Ich war auch so positiv überrascht vom Coachella (2017), und habe es vor allem wegen der Sauberkeit, der Wärme und der freundlichen Personen überall nur als sehr gute Energie in Erinnerung. Tatsächlich ist die erste Ticketwelle übrigens schon im Juni im Vorjahr, also diesen Junianfang für nächstes Jahr Coachella. :) Liebe Grüße, Luise

  6. 15. April 2019 / 11:17

    Endlich mal ein gescheiter Beitrag zum Thema Festival der Stars und Instagrammer. Auch ich habe mich immer gefragt was die Social Media Blase mit einem Festival anstellen kann und klar es ist das Top Topic of the Day. Ich find es toll, dass du Mal mehr in die Details gegangen bist und die Kosten aufschlüsselst und auch ganz klares Statement gibts warum sich das Festival trotz dem massivem Hype für einen lohnt. Vielen Dank dafür.

    Sonnige Grüße aus Berlin (das darf man an dieser Stelle auch sagen, denn der Frühling kommt auch endlich bei uns an ;)

  7. Sara
    15. April 2019 / 10:24

    Hi Nina,
    ich lese deinen Blog seitdem ich dich damals bei Shopping Queen gesehen habe und bin immer wieder begeistert von deinen Posts auf dem Blog und auf Instagram.
    Danke Danke Danke für diesen Blogbeitrag. Endlich sieht man mal eine ehrliche Seite und nicht nur das was einem auf Insta gezeigt wird.
    Patrick und Du seid so authentisch und es macht immer Spass Eure Beiträge zu lesen und von der neusten Mode inspiriert zu werden.
    Danke, dass Du Dir immer selbst treu bleibst, das bewundere ich sehr und das musste dringend mal gesagt werden :)
    LG
    Sara

  8. 15. April 2019 / 7:52

    Hallo Nina,

    danke für den Artikel! Endlich ein authentischer Coachella Beitrag seit Masha Sedgwicks Artikel im Jahr 2017. :)

    Endlich bekommt man auch mal einen, ja ich möchte sagen, redaktionellen/journalistischen Einblick in das Coachella. Freut mich sehr, dass es dir trotzt einiger Vorurteile so gut gefallen hat. :) Wirklich schade, dass dieser Flow über Instagram so überhaupt nicht rüberkommt. Warum macht/schafft das keiner? Da wird das 1000. Riesenrad Bild mit Pastell-Preset hochgeladen, von der 1000. Kooperation mit Revolve, CK, YSL Beauty oder wie sie alle heißen. Wirklich schade, aber irgendwie auch typisch Amerika, typisch LA.

    Hab noch eine tolle Zeit vor Ort! :)

    Modische Grüße,

    Mister Matthew

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