Anti-Aging Produkte: Machen oder sein lassen?

Anti Aging Produkte

Anti Aging: ja oder nein?
Alles, was du wissen musst

Falten stehen für Lebensfreude, für Erfahrungen, aber eben auch für das Älterwerden. Wegen Letzterem sind sie oft der größte Feind vieler Frauen. Doch wer seine Haut rechtzeitig und vor allem mit den richtigen Produkten pflegt, kann das Altern hemmen (= Anti Aging). Nur, welche Produkte helfen eigentlich wirklich, ist Anti Aging denn für jeden sinnvoll und ab wann sollte man starten?

Auch ich stehe häufig vor diesen Fragen und daher finde ich, dass es mal an der Zeit ist ein bisschen Licht ins Beauty-Dunkeln zu bringen. Daher versuche ich in diesem Artikel heute euch über alles, was wichtig ist aufzuklären und euch damit ein besseres Verständnis und vor allem eine Übersicht über Wirkstoffe rund um das Thema Anti Aging zu geben.

 

Was sind Anti-Aging Produkte?

Anti Aging Produkte sind dazu ausgelegt, dich Hautalterung zu hemmen. Sie soll durch das regelmäßige Anwenden dieser Produkte verlangsamt werden und feine Linien und Fältchen sogar glätten. Für die äußerliche Anwendung gibt es verschiedenen Produkte. Man unterteilt dazu in:

Serum

Seren sind flüssig bis gelartig und enthalten besonders hochkonzentrierte Wirkstoffe. Am besten trägt man sie direkt nach der Gesichtsreinigung (psst, hier verrate ich meine aktuelle Gesichtsreinigung + Pflegeroutine) auf. Denn jetzt ist die Haut porentief rein und die Wirkstoffe können tiefer in die Haut eindringen. Ein Serum zieht extrem schnell ein und klebt nicht. Es hinterlässt lediglich eine softe Haut. Man muss aber wissen, dass Seren dafür weniger bis keine feuchtigkeitspflegende Stoffe enthält, sodass eine zweite Pflege dringend notwendig ist.

Creme

Cremes sind dagegen oft eher milchig bis weiß und von der Konsistenz her weniger flüssig. Cremes können die hochwirksamen Stoffe eines Serums enthalten, und die Haut dabei gleichzeitig mit Fett versorgen. Denn sie enthalten wichtige Lipide, die das Gewebe benötigt.

Fluid

Fluids sind die abgeschwächte Form von Cremes und enthalten statt Fetten oft feuchtigkeitsspendende Inhaltsstoffe, die ebenfalls wichtig für eine jugendliche, gesunde Haut sind. Zu welchem Produkt man greift, hängt deshalb vor allem vom eigenen Hauttyp ab.

 

Für wen und ab wann sind Anti Aging Produkte sinnvoll?

In den Zwanzigern

Mitte der Zwanziger beginnt nicht nur die Zellteilung sich stetig zu verlangsamen, sondern auch die Wasserspeicher der Haut porös zu werden. Beides sorgt für die Festigkeit, für pralle und elastische Haut. Jetzt, wo beides allerdings langsam abnimmt, leidet auch das Kollagengerüst in der Haut und sie fällt nach und nach in sich zusammen. Die ersten kleinen Trockenheitsfältchen treten auf.

Genau die richtige Zeit also, um dem entgegenzuwirken. Da die Haut allerdings erst am Anfang der Hautalterung steht, braucht es jetzt noch keine reichhaltigen Cremes für reife Haut, sondern viel mehr leichte Cremes oder sogar ein Serum für jugendliche Haut. Diese sind oft mit Inhaltsstoffen wie Vitamin A zur Stärkung der Zellteilung, Kalzium oder Magnesium für einen besseren Eigenschutz der Haut oder Vitamin C und E zur Bekämpfung freier Radikale angereichert.

Ab 30 Jahren

Anfang der Dreißiger beginnt ein weiterer Verlust für die Haut. Denn ab jetzt produziert sie weniger Fett. Zwar bedeutet das, dass fettige T-Zonen so gut wie passe sind, aber eben auch, dass die Haut auf noch einen weiteren wichtigen Part verzichten muss, der Falten und Trockenheit entgegenwirken könnte. Gleichzeitig ist die Haut jetzt schon drei Jahrzehnte starken Umweltbelastungen ausgesetzt. UV-Strahlen, Abgase, Computerlicht, oxidativer Stress- alles Faktoren, die ebenfalls zu Falte, Hautflecken, Krähenfüße und Co. beitragen.

Doch jetzt bloß nicht ausflippen und zu zu reichhaltigen Cremes greifen. Denn diese wären schlichtweg zu schwer für dieses noch junge Hautstadion. Weder hochkonzentrierte Hyaluronsäure, noch Q10 oder Radiance-Serien sind jetzt für dich geeignet. Besser: Anti Aging Light Cremes, die man mittlerweile für diese Zwischenphase bis zum etwa 50.Lebensjahr entwickelt hat. Sie enthalten die gleichen wichtigen Inhaltstoffe wie Cremes für die Zwanziger, aber zusätzlich noch wichtige Lipide, die die Fettversorgung unterstützen.

Doch noch etwas wird jetzt extrem wichtig: eine gründliche Reinigung wirkt nämlich ebenso Anti Aging. Make-up-Rückstände und Umwelteinflüsse belasten die Haut nachts während der Regenerationsphase nur zusätzlich und lassen sie weiter austrocknen.

    Welche Inhaltsstoffe versprechen eine Wirkung?

    Retinol: Es ist die reine Form von Vitamin A und kann das Bindegewebe wieder aufbauen, gegen Altersflecken helfen und schlaffe Haut aufpolstern. Gleichzeitig hemmt es die Enzyme, die für den Kollagenabbau verantwortlich sind. Doch es kann empfindliche Haut irritieren und sie ähnlich wie Korstison mit der Zeit ausdünnen. Deshalb ist ein guter Sonnenschutz danach umso wichtiger!

    Ceramide: Sie halten die Hautbarriere aufrecht und schützen sie so vor UV-Schäden und Umwelteinflüssen. Gleichzeitig füllen sie die Haut auf und machen sie praller.

    Mineralstoffe: Sie unterstützen die Nährstoffversorgung der Haut. Jedes auf seine eigene Art und Weise. Silizium zum Beispiel macht das Zellgewebe dichter und stärker, sodass die natürliche Feuchtigkeit schlechter verdunsten kann. Kalzium dagegen unterstützt den Erneuerungsprozess der Haut.

    Vitamin C: Wirkt antioxidativ, hellt Pigmentflecken auf und kurbelt die Kollagenbildung an.

    Peptide: Sind Eiweißbausteine, die dem Körper das Signal geben, jetzt sofort den Regenerationsprozess anzuschalten. Darunter fällt auch die Kollagenbildung.

    Polyphenole: Sind natürliche Stoffe aus zum Beispiel grünem Tee, die antioxidativ wirken und die schädlichen freien Radikale binden und vernichten.

    Q10: Ebenfalls ein Radikalfänger, der die Haut vor Umwelteinflüssen und UV-Strahlung schützt. Gleichzeitig hat es die Fähigkeit aus Nährstoffen Energie für den Hautstsoffwechsel zu gewinnen.

    Kollagen: Ist ein Strukturprotein der Haut. Es kommt natürlicherweise in Sehnen, Knochen, Knorpel und Bindegewebe vor. Äußerlich oder innerlich angewendet, sorgt es für die Verbesserung der Hautelastizität und für eine optimale Feuchtigkeitsversorgung. Dadurch wirkt die Haut praller und frischer.

    Hyaluronsäure: Wirkt wie ein Schwamm und saugt Feuchtigkeit nur so auf. Es polstert die Haut also quasi von innen auf und lässt feine Linien und Fältchen sofort verschwinden.

    Glyzerin: Kann Wasser mehrere Stunden in der Haut Wasser binden, wodurch sie geglättet wird und Trockenheitsfalten verschwinden.

     

    Anti Aging: So kannst du die Hautalterung ebenfalls positiv beeinflussen

    Falten und Hautalterung kannst du übrigens auch auf natürlichem Wege beeinflussen. Zum Einen, indem du immer deinen Flüssigkeits-Haushalt konstant hoch hältst. Das heißt regelmäßig viel trinken. Außerdem solltest du nicht rauchen, genug schlafen und dich gesund ernähren. Klingt klischeehaft, ist aber tatsächlich extrem wichtig für die Haut. Denn wer viel trinkt, versorgt die Haut automatisch mit Feuchtigkeit. Viel Schlaf erhöht die Regenerationszeit in der Nacht und gesunde Ernährung versorgt sie mit wichtigen Nährstoffen und Mineralien.

    So, ich hoffe ich konnte all eure Fragen zum Thema Anti Aging ja oder nein beantworten und ihr wisst jetzt genau, was zu tun ist, um die Hautalterung zu verlangsamen.

    Noch mehr Tipps & Tricks rund um’s Thema Beauty findest du übrigens hier!

    5 Kommentare

    1. 26. Juli 2018 / 18:37

      Danke für die ganzen Infos, das war sehr interessant zu lesen :) Wenn sich die 30 naht, macht man sich schon mal mehr Gedanken über die Hautpflege! Aber dennoch sind die Falten der Beweis, dass man sehr viel gelacht hat :)

      Liebe Grüße, Esra
      https://lovelylines.de/

    2. Erika
      26. Juli 2018 / 10:05

      Wollte für alle, die den Beitrag lesen, nur von meiner Erfahrung mit der Creme Pura Soft Q10 von Annemarie Börlind berichten (w, 27):

      Bei mir hat die Creme einen ganz bösen Ausschlag unter den Augen hervorgerufen. Die Haut war hier nach 2 Wochen-Nutzung gerötet und noch schlimmer, richtig trocken sowie “schuppig” geworden. Für mein Empfinden sah ich noch älter aus als davor, was für mich sehr schlimm war. Es hat eine Zeit lang gebraucht, bis sich meine Haut nach Absetzen der Creme wieder erholt hat.
      Fazit: Ich kann die Creme daher nicht empfehlen.

      Liebe Grüße :)

    3. Steffi
      26. Juli 2018 / 8:03

      Das sind auf jeden Fall aufschlussreiche Infos. Ich bin Ende 20 und überlege ständig, welche Cremes, Pflegeprodukte, etc. am Besten für mich geeignet sind.

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