Unser Herzens-Projekt: Wir bauen eine Schule für die Kinder aus dem Capricorn Township in Kapstadt + Interview

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Lasst uns eine Schule für die Capricorn Township Kinder bauen

Der ein oder andere wird es sicherlich die letzten Tage auf meinen Social Media Kanälen mitbekommen haben: Patrick und ich waren in Kapstadt, um dort ein tolles und wichtiges Projekt zu begleiten und zu unterstützen. Es geht um den Bau einer Primary und Middle School im Capricorn Township,  in dem aktuell ca. 6.000 Kinder in Armut leben. Gemeinsam mit der help alliance und euch möchten wir den Bau der Schule dort voran treiben und sind dabei auf jede Hilfe in Form von Spenden angewiesen – zur Spendenseite des Projekts mit weiteren Infos kommt ihr hierAnbei füge ich euch wie versprochen auch den Link zu meinem Interview mit der Projektleiterin Susanne French ein, indem sie all eure offenen Fragen beantwortet :)

Interview mit Projektleiterin Susanne French und euren Fragen:

Ein erster Grundstein wurde bereits vor etwa 10 Jahren gelegt, als die Capricorn Pre-School für Kinder von 3 bis 6 Jahren mit Spendengeldern errichtet werden konnte. Diese hat seitdem vielen Kindern den Zugang zu Bildung ermöglicht und ihnen so eine Chance auf eine bessere Zukunft gegeben. Allerdings braucht es wie so oft im Leben einfach noch mehr. Die neue Primary & Middle School wird für Township Kinder ab 6 Jahren sein, sodass der Schulbesuch der Kleinen auch nach der Pre-School sichergestellt und der Bildungsweg weitergeführt werden kann. Dieser Schritt ist nicht nur aus Bildungssicht wahnsinnig wichtig, sondern auch weil die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung bleiben, ihre Schulfreunde weiterhin um sich haben und so das Gefühl von Sicherheit und Stabilität in ihrem Leben spüren können.

Your Donation for Education

Anders als in vielen anderen Ländern ist Bildung in Südafrika keine Selbstverständlichkeit, sondern oftmals mit hohen und unbezahlbaren Kosten für die Familien verbunden. Vielen Kindern bleibt der Besuch einer Schule und somit der Grundstein für Bildung, Unabhängig und ein selbst bestimmtes Leben verwehrt.

Mir persönlich bricht es das Herz, wenn ich daran denke, dass die Kinder ohne unsere Hilfe wahrscheinlich nie das Leben führen werden, was sie verdient haben. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie viel ich menschlich die letzten Tage von den Kindern mitgenommen habe. Sie geben einem so viel und das, obwohl sie selbst so wenig im Leben besitzen.

Im Leben gibt es gewisse Umstände, die man nicht selbst bestimmen kann. Dazu gehört die Familie und die Umgebung in die man hineingeboren wird. Besonders Kinder sind auf Hilfe von außen angewiesen, darauf, dass sie jemand an die Hand nimmt und ihnen den richtigen Weg zeigt. Diese Menschen können wir sein <3

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Der Bau der neuen Schule im Capricorn Township ist in mehrere Bauphasen unterteilt und soll am Ende nicht nur ein Ort für Bildung, sondern auch für Sicherheit und Geborgenheit sein. Ein Ort für ca. 800 Kinder, an dem sie nicht nur lernen, sondern auch ihre Freizeit verbringen, Spaß haben und den Gefahren der Straße entkommen können.

Das komplette Bauprojekt der Schule ist bis zur 100%igen Fertigstellung auf mehrere Monate /Jahre ausgelegt. Mit „unserem“ Schulgebäude möchten wir gemeinsam mit euch den Grundstein für das erste Schulgebäude und somit die Basis für die Zukunft der Kinder legen. Dieses erste Gebäude wird bereits im Januar 2018 eröffnet und bis dahin ist noch Einiges zu tun. So fehlt bspw. noch das komplette Schuldach und auch Material für den Pausenhof. Eine Übersicht darüber findet ihr auch noch einmal hier.

Jede noch so kleine Spende kann Großes bewirken

Gestern machten Patrick und ich einen Tagesausflug mit dem Auto und fuhren dafür durch verschiedene Teile Kapstadt’s. Entlang an der malerischen Küste, den millionenschweren Häusern mit Pool und Meerblick. Nur wenige Kilometer nach purem Reichtum und Wohlstand reihten sich eng an eng die Blechhütten der Townships. Gefüllte Wäscheleinen, die im Wind wehten und Kinder, die zwischen Mülltüten, Ziegen und Autobahnen spielten – selten lag mir der fließende Übergang von absolutem Reichtum zur absoluter Armut deutlicher vor Augen.

Ich merkte wie mir dieser Anblick den Atem nahm, wie er mir weh tat. Ich fühlte mich schlecht. Hilflos. Mir schossen Tränen in die Augen und ich wünschte mir, dass ich so viel mehr tun könne. Der Spruch „Hier klappt die Schere zwischen Arm und Reich auseinander“ bekam ein so gottverdammtes reales Gesicht. Es bekam das Gesicht der Kinder, mit denen ich die letzten Tage verbracht hatte.

Die Kinder mit denen ich lachte und spielte und nebenbei versuchte ihnen so viel Liebe und Wärme wie nur möglich zu geben. Etwas, das ihnen Stärke gab. „Stay strong“ flüstere ich dem kleinen Calvin ins Ohr, bevor ich ihn ein letztes Mal in den Arm nahm, drückte, meine Tränen wegwischte und ihn gemeinsam mit seiner Zweit-Mama (seine leibliche Mutter hatte ihn einfach bei ihr abgegeben) raus durch das Tor der Schule rein in das Township liefen ließ. Ich spürte wie mein Herz zerbrach – ein zweites Mal.

Unsere Welt besteht aus so viel Reichtum und auch den meisten von uns geht es sehr gut im Leben. Wir alle brechen uns doch keinen Zacken aus der Krone, wenn wir anderen ein Stück von unserem Glück abgeben. Denjenigen, die unsere Zukunft sind. Denjenigen, die darauf angewiesen sind, dass sie jemand an die Hand nimmt: Kinder!

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Calvin eroberte bereits am ersten Tag mein Herz. Sein Leben ist noch so unendlich jung und trotzdem bereits so schwer. Dennoch hatte er immer ein Lächeln im Gesicht, das mein Herz innerhalb von Sekunden schmelzen ließ. Stay Strong kleiner Mann!

Wir alle sollten über unseren Tellerrand hinausschauen und vor allem nicht die Augen vor der Realität verschließen. Wenn jeder von uns etwas abgibt und nicht nur an sich denkt, würde es der ganzen Welt dort draußen so viel bessergehen. Wir alle haben jetzt die Chance einen vielleicht ersten Schritt in diese Richtung zu machen und unseren Teil für eine bessere Welt zu leisten <3

Ich habe euch letzte Woche dazu aufgerufen mir eure Fragen zum Projekt zu stellen. Diese habe ich wie versprochen in einem persönlichen Interview mit der deutschen Projektleiterin Susanne French geklärt und euch in Form eines Videos nun auf meinem Youtube Kanal hochgeladen. Es geht u.a. darum wie viel Prozent der Spenden am Ende in den Bau der Schule fließt, welche Kinder die Schule besuchen dürfen und wie sie dort betreut werden.

Unter diesem Link hier könnt ihr spenden und so einen wichtigen Anteil an der Bildung der Kinder nehmen. Ich möchte mich an dieser Stelle schon einmal bei allen bedanken, die bereits gespendet haben. Danke! Ihr könnt euch nicht vorstellen wie sehr es mir und den Kindern bedeutet <3 #EDUCATIONFORITHEMBA

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Nina Schwichtenberg is the blogger behind the successful German fashion and lifestyle blog FASHIIONCARPET which was founded in 2012. After her studies and working experiences at different print and online fashion magazines, Nina is now working as a full time blogger and freelance fashion editor.

Nina is known for bringing regular inspiration to her readers, always staying true to her clean and minimalistic style with a special twist. But FASHIIONCARPET is not only a destination for fashion inspiration but also as a guide for those who are searching for blogger tipps, travel advices and beauty secrets.

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12 Kommentare

  1. 29. September 2017 / 17:33

    ich finde es toll, dass ihr euch für solche Dinge einsetzt! Das ist ein so wichtiges Projekt, was ihr super gemacht habt. Wir alle sollten uns Gedanken machen, wir haben hier so viel und diese Kinder konnten nicht einmal zur Schule gehen! Sie sehen super glücklich aus, tolle Bilder habt ihr gemacht. Danke!

    Liebe Grüße,
    Filiz

    http://www.filizity.com

  2. Christine
    31. August 2017 / 12:37

    Liebe Nina
    So toll, dass ihr euch für dieses Projekt einsetzt und eure Reichweite auch dafür nutzt, auf die Situation in den Townships in Kapstadt aufmerksam zu machen. Tolles Interview und wunderschöne Bilder.
    Liebst, Christine

  3. 29. August 2017 / 9:22

    Liebe Nina,

    ist finde es super, dass Ihr Euch für dieses Projekt einsetzt! Wir leben hier im Überfluß, geben Geld für Dinge aus, die wir gar nicht brauchen. Solche Projekt sollten bzw. müssen unterstützt werden. Und ein paar Euro für solche Dinge, die wirklich helfen anderen eine einigermaßen vernünftige Zukunft zu erleben, hat doch fast jeder von uns übrig!
    Mir gefällt, dass Du den Bericht relativ sachlich verfasst hast. Klar, die emotionalen Momente kommen durch und die Bilder zeigen ja auch vieles, sprechen fast für sich.

    Danke, für diese Eindrücke!

    Liebe Grüße,

    Tabea
    http://tabsstyle.com

  4. 28. August 2017 / 22:03

    Liebe Nina.
    Wenn man sich überlegt, wofür in unserer Welt manchmal Milliarden ausgegeben werden, finde ich es sehr schlimm, daß der Bau einer solchen Schule nur über Spendengelder finanziert werden kann. Das ist doch paradox. Umso wertvoller, daß Ihr Euch mit Herz und Seele einsetzt, diese Spendengelder zu sammeln. Ich zum Beispiel wäre ohne Euch gar nicht auf dieses Projekt aufmerksam geworden.
    Das Interview werde ich mir bei nächster Gelegenheit in Ruhe anschauen, denn das ist für mich eine Sache, der man seine volle Aufmerksamkeit schenken sollte. Vielleicht lassen sich über dieses Spendenprojekt hinaus auch noch weitere Ideen sammeln, wie man Gelder bekommt. Eine Flohmarkt-Veranstaltung o.ä. zum Beispiel. Dafür würde ich sogar nach München kommen. :)
    Ich finde Euer Engagement toll und drück Euch aus der Ferne.
    Liebste Grüße.
    <3
    Steffi
    http://www.tephora.de

  5. 28. August 2017 / 12:50

    Oh, wie toll. Endlich einmal eine Bloggerin, die ihre Reichweite sinnvoll nutzt. Das Interview und den Text finde ich sehr bewegend, großes Kompliment an dich, Nina!
    Liebe Grüße, Lila

  6. 28. August 2017 / 11:22

    Ich finde es großartig, dass ihr beide euch für dieses Prjekt so sehr engagiert um den Kindern dort eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Jeder Euro hilft dort ungemein und ich hoffe, dass die neue Schule schnell zu Ende gebaut werden kann.

    Liebe Grüße
    Luise | http://www.just-myself.com

  7. 28. August 2017 / 11:13

    Hallo Nina, hallo Patrick,

    ich habe euer Projekt über Instagram bereits verfolgt und es hat mich zutiefst getroffen. Wie liebevoll ihr mit den Kindern umgegangen seid, so viel Wärme und Liebe, einfach unglaublich. Wie viel ihr den Kindern durch eure Anwesenheit gegeben habt, ist unglaublich. und ihr habt Recht, Bildung ist so wichtig und das sollten wir unterstützen. Wir leben hier im Überfluss, kaufen ständig Dinge die wir eigentlich gar nicht brauchen, und die Kinder in Afrika erhalten nicht einmal Bildung. Gerade mir geht das Thema Bildung sehr nah, da ich momentan mitten im Studium zum Grundschullehramt bin. Daher habe ich mich letztendlich auch entschieden, für die Kinder und ihre Bildung, etwas beizusteuern. Es ist nicht unglaublich viel, aber immerhin ein Anfang.

    Es wäre sehr schön, weiterhin etwas über das Projekt zu erfahren und zu sehen, wie es voran geht.

    Die Bilder sind so herzlich, sie transportieren die Emotionen direkt in einen hinein. Ein sehr schöner, emotionaler Post.

    Danke, dass ihr euch auf die Reise gemacht habt.

    Allerliebste Grüße,

    Jennifer

  8. 28. August 2017 / 10:18

    Ohje, da kriegt man beim Lesen und Fotos-anschauen selbst direkt Tränen in den Augen. Traurig, dass es so große Unterschiede auf der Welt gibt.
    Aber schön, dass sich jemand dafür engagiert und ihr auch euren Beitrag leistet.

  9. Aylin
    28. August 2017 / 10:11

    Liebe Nina,
    danke für diesen tollen Beitrag!
    Ich finde es so bewundernswert dass ihr vor Ort seid und so ein tolles Projekt unterstützt!
    Beim Lesen sind mir echt die Tränen gekommen und man merkt erstmal wieder wie viel Glück wir haben in Deutschland zu leben!
    Ich habe natürlich auch schon gespendet und hoffe dass genug Geld zusammen kommt um die Kinder zu unterstützen
    Lg Aylin

  10. 28. August 2017 / 9:14

    Ganz tolles Interview! Es ist wirklich unglaublich beeindruckend, was Du in Afrika machst und mit wie viel Herz Du das Projekt nach aussen trägst!

  11. Andrea
    28. August 2017 / 7:57

    Liebe Nina, lieber Patrick!
    Ich möchte einmal Danke sagen, Danke für euer Engagement, Danke für die so gefühlvollen Berichte und die sehr zu Herzen gehenden Fotos. Da ich euch beide mehr kenne, als viele andere, weiss ich, wie sehr dieses Projekt euch am Herzen liegt… diese kleinen Menschen, die auf so vieles in ihrem Leben verzichten müssen, zu unterstützen, Ihnen die Chance auf ein besseres Leben durch Bildung zu ermöglichen. Euer Herz ist groß und ich bin als eure Mama unsagbar stolz, dass ihr für dieses Projekt steht und kämpft. Es ist oft nicht viel, was jeder einzelne von uns tun kann, um etwas ganz Grosses zu bewirken. Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass eure Leser helfen, dieses Projekt zu fördern und zu vollenden. Ein Blick in diese Kinderaugen sagt mehr als 1000 Worte.
    DANKE ❤️❤️❤️
    Eure Pieces

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