10 Tipps: So schreibst du den perfekten Blogpost

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Step-by-Step-Anleitung zum erfolgreichen Blogartikel

Ich wurde schon öfter nach meinem Geheimnis für das Schreiben von erfolgreichen Blogartikeln gefragt. Heute möchte ich euch diese Frage in Form von 10 Tipps beantworten und nebenbei bekommt ihr gleichzeitig noch einen kleinen Einblick in den Redaktionsalltag einer Bloggerin :) Recherchieren, schreiben, optimieren und veröffentlichen: Ein wesentlicher Teil meiner Arbeit lässt sich sehr gut mit den Aufgaben einer klassischen Onlineredakteurin vergleichen. Und so beginnt das Erstellen eines Blogposts auch bei mir mit der Themenfindung…


Das professionelle Schreiben eines Artikels

1. Themenrecherche

Über was möchte ich heute schreiben und welchen Mehrwert möchte ich euch, meinen Lesern, mit dem Text am Ende bieten? Mit diesen beiden Fragen starte ich meine Themenfindung. Für die konkrete Idee und das Thema zu einem neuen Blogartikel lasse ich mich gerne schon zuvor von den Sozialen Medien, meinen Lieblingsmagazinen, anderen Blogger-Kolleginnen oder ganz einfach Erlebnissen aus dem Alltag inspirieren. So entstand z.B. dieser Interior-Post über unser Wohnzimmer hier ganz einfach nachdem unser finales Möbelstück geliefert wurde.

Und da ich weiß, wie gerne wir Mädels uns von schönen Homestories inspirieren lassen, habe ich auch gleich meine Erfahrungen mit dem Einrichten und die Bilder des Ergebnisses mit euch geteilt. So hatte ich in diesem Fall ein persönliches, aktuelles Thema inklusive Mehrwert (hier in Form von Tipps & Tricks sowie einer Inspirationsquelle). Mein Tipp: Notiert euch am besten immer gleich in einem kleinen Heftchen oder in den Handy-Notizen, wenn ihr auf interessante Themen oder Dinge stoßt – so habt ihr sie bei der nächsten Themenfindung schnell griffbereit.

2. Das Thema konkretisieren und Keywords definieren

Ist die Idee gefunden, gilt es dem Thema einen Rahmen zu geben. Ich habe daher z.B. in meinem Interior-Blogpost nicht ganz allgemein über Wohnräume berichtet. Mein Titel hat sich gezielt auf Samt-Sofas und Marmortische und wie sich so ein Wohnzimmer gut mit ihnen einrichten lässt, beschränkt. Es geht also auch gar nicht darum, etwas ganz Neues zu erfinden und darüber zu schreiben. Ihr könnt ohne Bedenken auf bereits vorhandene Grundlagen zurückgreifen! Jedoch solltet ihr diese stets mit euren eigenen Ideen versehen und keinesfalls bereits vorhandene Umsetzungen einfach kopieren.

Bevor es nun ans Schreiben geht, solltet ihr euch noch kurz überlegen, welche Zielgruppe ihr ansprechen möchtet. Diese ist zusammen mit dem Thema nämlich ausschlaggebend für die Wahl der passenden Keywords. Ein ideales „Schlüsselwort“ bzw. eine ganze „Schlüsselphrase“ gibt das Thema des Blogartikels perfekt wider, ist gut über Google zu finden und wird gleichzeitig auch gerne von deinen Usern/Lesern in das Suchfeld eingegeben. Komplizierte und umständliche Begriffe sind daher keine gute Idee. Überlegt euch, wie ihr selbst bei Google nach Themen und Lösungen sucht – meistens doch ganz umgangssprachlich oder?!  Daher sollte so am besten auch euer Keyword sein.

3. Ansprechende Überschriften, die gleichzeitig Struktur geben

Eine spannende Überschrift zieht nicht nur Blicke & Klicks auf sich, sondern regt gleichzeitig zum Lesen des restlichen Textes an. Ist sie langweilig oder nichtssagend verlieren eure Leser schnell das Interesse. Es lohnt sich also auf effektive Überschriften zu achten, die kurz und knapp darüber Auskunft geben, worum es in deinem Text geht. Die richtige Wortwahl ist ebenso wichtig, denn ihr könnt die zuvor definierte Zielgruppe mit der richtigen Wortwahl und Ausdrucksweise gezielt ansprechen. Gleichzeitig sorgen gut platzierte Zwischenüberschriften für eine schöne Struktur des Blogbeitrags und wirken sich positiv auf den Lesefluss als auch das Ranking in Suchmaschinen aus. Dazu wählt man am besten die bereits angelegten HTML-Optionen von WordPress wie etwa h3 oder h4. H1 steht dabei beispielsweise für die Hauptüberschrift, h2 für eine kleinere Überschrift usw.


Die richtige Bebilderung und SEO-Optimierung

4. Bildbearbeitung & ALT-Tags

Bei Online Content ist es besonders wichtig auf kleine Dateigrößen bei Bildern zu achten. Lädt eine Seite oder Bildergalerie einfach zu lange, ist das für den User ein Grund wegzuklicken und auch Goole merkt sich das technische Defizit. Deswegen sollten Outfitbilder usw. lieber etwas kleiner hochgeladen werden. Ich empfehle euch schon vorab mit Photoshop, Lightroom, Adobe Elements, Affinity oder Gimp die Dateigröße zu ändern. Beim Abspeichern der bearbeiteten Bilder könnt ihr diese auch gleich mit einem ALT-Tag versehen. Dazu speichert ihr das Bild ganz einfach mit einem passenden Dateinamen, der am besten auch euer Keyword enthält, ab – z.B „Interior_Inspiration_Marmortisch_Samt-Sofa_Fashiioncarpet“. Dadurch wird auch die Goole-Bildsuche auf euch aufmerksam und der Blogartikel bekommt ein besseres Ranking.

5. SEO-Optimierung für deinen Blogpost


Ist der Text fertig geschrieben und die Bilder eingefügt, achte ich nochmals speziell auf die Suchmaschinenoptimierung. Schon während des Schreibens sollten die Keywords gut, jedoch nicht penetrant, im Text integriert werden. Bspw. im ersten Absatz und in den Zwischenüberschriften sowie in der URL. Doch es gibt noch zusätzliche Tools, die dabei helfen bei Google weit oben zu erscheinen. Ein sehr gutes SEO-Plugin und das auch leicht zu bedienen ist, wie ich finde, heißt Yoast. Es funktioniert mit einer Art Ampelsystem, das euch ganz schnell zeigt, welche Punkte ihr sehr gut erfüllt habt (grün) oder noch nicht (rot). Dabei wird auch genau angegeben, wie oft das Keyword im Text erscheint, ob der Seitentitel das Keyword enthält und vieles mehr.

6. Linkbuilding

Yoast und Google zählen auch die Links, die im Text gesetzt wurden. Ich versuche deswegen in meinen Blogartikeln gezielt darauf zu achten, immer jeweils einen internen Link, der z.B. zu einem anderen Artikel auf Fashiioncarpet führt, und einen externen Link, der Affiliate-unterstützt ist oder zu einer Kollegin verlinkt etc., einzubauen. So werden nicht nur Links aufgebaut, sondern auch Mehrwerte für euch, die Leser geschaffen, indem man bspw. auf ähnliche oder zum Blogpost passende Themen verlinkt.

7. Kontrolle & Usability

Ist der Blogpost komplett fertig, gehe ich gerne nochmals alles durch und werfe einen kontrollierenden Blick auf meine Arbeit. Dabei achte ich speziell auf Fehler, verpixelte Bildchen, falsche oder nicht funktionierende Links sowie die Lesbarkeit durch Einfügen von Absätzen und einer übersichtlichen Formatierung. Außerdem versehe ich den Artikel mit einer passenden Kategorie und Schlagwörtern, sodass er auch auf dem Blog immer gut und schnell für euch zu finden ist. Diese abschließende Kontrolle ist ein Must-do vor dem Veröffentlichen! :)


Das Veröffentlichen eines Blogartikels und seine Analyse

8. Gezieltes veröffentlichen & teilen auf allen Social Media-Kanälen

Nun ist die meiste Arbeit geschafft und man kann den Blogartikel veröffentlichen. Ist er anlassbezogen gebe ich darauf Acht, dass das Timing auch wirklich passend ist und er zum richtigen Zeitpunkt online geht. Bspw, bieten sich Themen wie „Love“ rund um den Valentinstag an, „Geschenke-Guides“ um die Weihnachtszeit usw.

Danach gebe ich zusätzlich immer noch auf Facebook und Instagram bekannt, dass ein neuer Blogpost für euch online gegangen ist :) Mit Social Media können auch sehr gut neue Leser gewonnen und der Blog bekannter gemacht werden. So könnt ihr z.B. euren Blogpost in einer passenden Facebook-Gruppe (Interior-Inspirationen, DYI,…) teilen, auf Pinterest mit einem Bild verlinken oder ganz einfach auf Instagram in eure Biografie einfügen. Auch ein Sneak-Peek in den Stories ist immer sehr beliebt.

9. Performance der User und Beliebtheit des Posts mit Analytic Tools auswerten

Nach einigen Tage oder Wochen lohnt es sich dem Artikel auf eurem Blog erneut Aufmerksamkeit zu schenken. Mit Hilfe von Tools wie Google Analytics lässt sich nämlich genau ablesen wie oft euer Blogartikel geklickt wurde, von wem und aus welchem Land. Außerdem ist die Performance zu sehen: Wie lange war der Leser auf dem Blog? Wo hat er sich noch hingeklickt? Das Reporting zeigt euch auch, welche Themen besonders interessant und welche vielleicht auch gar nicht gut ankamen. Und das wiederum sind Anhaltspunkte für die nächste Themenfindung :)

10. Recyceln von Artikeln

Manche Artikel sind  „evergreen Content“, sprich sie sind zeitunabhängig und langfristig für Menschen relevant. Solcher Content ist der beste Content, der ihr kreieren könnt. Aber auch andere Artikel sollten nach dem Veröffentlichen nicht einfach im Archiv schlummern. Das Zauberwort heißt: recyceln. Ich poste hin und wieder ebenfalls „alte Artikel“ noch einmal bei Facebook oder Instagram. Meistens dann, wenn ich das Gefühl habe, dass das Thema gerade wieder eine Relevanz hat oder ich denke, dass der Artikel es einfach verdient hat, noch ein bisschen mehr Aufmerksamkeit zu bekommen.

Ich hoffe, dass euch dieser Artikel geholfen hat und freue mich sehr über euer Feedback. Habt ihr vielleicht noch andere Tipps? :)

Nina Schwichtenberg is the blogger behind the successful German fashion and lifestyle blog FASHIIONCARPET which was founded in 2012. After her studies and working experiences at different print and online fashion magazines, Nina is now working as a full time blogger and freelance fashion editor.

Nina is known for bringing regular inspiration to her readers, always staying true to her clean and minimalistic style with a special twist. But FASHIIONCARPET is not only a destination for fashion inspiration but also as a guide for those who are searching for blogger tipps, travel advices and beauty secrets.

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18 Kommentare

  1. 25. Juli 2017 / 16:04

    Super schöner und hilfreicher Beitrag! Gerade für mich als Blogger-Anfängerin ist es natürlich sehr interessant, wenn erfahrene Blogger ihre Tipps und Tricks mit uns teilen.

    Vielen Dank dafür!

    Anna <3

  2. 24. Juli 2017 / 15:30

    Super hilfreicher Artikel! Danke! Hab gleich nochmal einen schönen alten Post auf Facebook recycelt.
    Lg Christina

  3. 23. Juli 2017 / 23:50

    Wirklich ein toller Beitrag, man merkt immer, wie viel Mühe du dir gibst! Gerade das mit dem Recyceln muss ich mir unbedingt mehr zu Herzen nehmen!
    Liebe Grüße
    Eva

    http://www.eva-jasmin.de

  4. 22. Juli 2017 / 20:12

    Yay! Ein neuer Blogger-Tipps-Artikel! Über die freue ich mich immer riesig auf deinem Blog, weil sie mir wirklich total weiter helfen und ich noch viel von dir und zu diesem Thema allgemein lernen kann :)
    Deswegen bin ich auch so froh, dass du darüber auch so ehrlich und umfassend berichtest! Danke dafür <3

    Alles Liebe!
    Pauline <3

    http://www.mind-wanderer.com

  5. 21. Juli 2017 / 21:29

    Ganz toller Beitrag! Ich bilde mich im Bloggen immer gerne weiter und der Beitrag ist wirklich toll geschrieben, mit super Tipps, sodass sich man wirklich etwas davon mitnehmen kann, danke dafür!
    Ich werde diese Punkte beim nächsten Mal sicher beachten und versuchen zu ändern! Ich würde mich über mehrere Beiträge übers Blogge freuen!
    Liebe Grüße,
    Sandra / http://shineoffashion.com
    https://www.instagram.com/sandraslusna/

  6. 21. Juli 2017 / 16:28

    Liebe Nina,

    danke für deine tollen Tipps. Ich freue mich immer sehr über solche Artikel, von denen ich etwas lernen kann.
    Außerdem ist es immer interessant einen Einblick in die Arbeitsweise von anderen Bloggern zu bekommen.

    Liebe Grüße aus Nürnberg

    Sandra
    http://www.misssandrafl.de

  7. 21. Juli 2017 / 15:15

    Liebe Nina,

    vielen vielen Dank für die tollen Tipps! Ich lese deine Blogger Tipps unheimlich gerne und finde es toll, dass du so offen und ehrlich über das Bloggen berichtest!

    Vielen lieben Dank dafür und viele Grüße!
    Vanessa
    http://www.thetinyflamingo.com

  8. 21. Juli 2017 / 15:06

    Hallo Nina,
    ich habe zwar schon öfter ähnliche Beiträge gelesen, finde deinen aber besonders gut aufgebaut und auch hilfreich. Liest sich super und danke für die vielen Tipps :) !!
    Alles Liebe,
    Julia von http://coffeejunkyjules.com

  9. 21. Juli 2017 / 14:29

    Liebe Nina,
    vielen lieben Dank für all die tollen Tipps. Ich finde es super, dass du uns immer wieder Einblicke in deinen Blogger-Alltag in Form von Blog-Tipps gibst.

    LG Katharina
    http://dressandtravel.com

  10. 21. Juli 2017 / 12:33

    Vielen Dank für diese tollen Tipps! Einige berücksichtige ich bereits, während bei anderen noch Nachholebedarf besteht. Auf jeden Fall ist es richtig gut, das noch mal so in zusammengefasster und komprimierter Form zu erhalten.

    Habe einen tollen Freitag und einen schönen Start ins Wochenende.

    Liebste Grüße,
    Sandra von http://www.love-and-blush.com

  11. 21. Juli 2017 / 11:06

    Endlich gibts mal wieder einen Artikel aus der Kategorie „Blogging Tipps“ von dir :-) Danke für diesen super tollen und sehr hilfreichen Artikel. Ich finde deinen Leitfaden richtig toll und ich denke, dass man ihn super gebrauchen kann. Besonders wenn man sich mal wieder beim Schreiben ein bisschen verliert sind deine Tipps Goldwert, um wieder etwas Struktur ins Schreiben zu bekommen.

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

  12. 21. Juli 2017 / 10:46

    Ein super schöner Blogbeitrag! Ich werde mir beim Schreiben meiner nächsten Blogpost all‘ deine Tipps zu Herzen nehmen und meinen Post dadurch optimieren.
    Liebste Grüße, Sally-Anne
    http://www.xosallyanne.blogspot.de

  13. I was inspired
    21. Juli 2017 / 9:15

    Genau das habe ich gebraucht! Perfekt! Ich muss ein Blogpost für eine Seite schreiben und hatte keine Ahnung wie ich anfangen sollte.

  14. Sylvia
    21. Juli 2017 / 9:04

    Sehr spannender Beitrag, ich liebe deine Bloggertips! Mehr oder weniger gehe ich auch so vor, das Yoast Plug-in ist einfach super.

    Liebe Grüsse
    Sylvia
    http://www.mirrorarts.at – 5 Flatlay Tips

  15. 21. Juli 2017 / 8:22

    Ganz wunderbarer Post, da hat man nochmal von A – Z alles gut aufgelistet bekommen, was entscheidend ist für einen guten Post. Danke dafür!

    LG Vanessa